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Hinweis:
Zur Wahrung der Anonymität wurden im dargestellten schulpsychologischen Fall Angaben
zur Person entweder verändert oder entfernt.
Rechenprobleme in der Grundschule
Frage
Meine Tochter Mareike geht in die zweite Klasse. Sie ist eine gute Schülerin, aber mit Mathematik kommt sie sehr schlecht zurecht. Gerade das Kopfrechnen bereitet ihr große Schwierigkeiten: Teilweise zählt sie noch mit den Fingern, im Zahlenraum 10 bis 20 findet sie sich nur mühsam zurecht. Hat sie an einem Tag einen bestimmten Aufgabentyp geübt, dann weiß sie am nächsten Tag nicht mehr wie es geht. Sie wird auch sehr schnell müde beim Rechnen. Ihre Lehrerin empfiehlt mir, mehr mit Mareike zu üben. Das mache ich auch, aber meiner Einschätzung nach bringt uns das nicht sehr viel weiter. Was kann ich tun, um Mareike gezielter zu unterstützen?
Antwort der tutoria-Schulpsychologin
Meine Vermutung ist, dass Ihre Tochter vielleicht eine Rechenschwäche - eine sogenannte Dyskalkulie - hat. Das heißt: Ein Kind mit ansonsten guten Schulleistungen hat auffallend große Probleme beim Rechnen. Kinder mit einer Rechenschwäche brauchen in der Regel ungewöhnlich lange, um Rechenaufgaben zu lösen und werden dabei schnell müde. Sie tun sich sehr schwer damit, Zahlenräume zu erfassen und haben für Mengen keine genaue Vorstellung. Trotz intensiven Übens erzielen sie kaum Fortschritte und vergessen Geübtes auch schnell wieder. Beim Kopfrechnen haben sie besondere Probleme.
Sie verdrehen oft die Zahlen in ihrer Reihenfolge –zum Beispiel „17“ statt „71“. Ganz wichtig ist jedoch: Kinder mit einer Rechenschwäche sind nicht „dumm". Sie können genau wie andere Kinder Rechnen lernen, sie brauchen dazu nur gezielte Hilfestellungen und müssen unzählige Male den gleichen Schritt üben, damit eine merkliche Verbesserung eintritt.
Ich rate Ihnen, eine fachpsychologische Diagnose durchführen zu lassen. Dazu wenden Sie sich an die für Ihre Tochter zuständigen Schulpsychologen oder einen Kinder-und Jugendpsychiater. Der Psychologe schaut sich auf spielerische Weise die geistigen Fähigkeiten von Mareike an. Konzentrationsprobleme und Rechenschwierigkeiten hängen oft eng zusammen. Außerdem wird der Psychologe die Wahrnehmungsfähigkeit von Mareike genauer betrachten, zum Beispiel wie sie optische Reize verarbeitet und sich im Raum orientieren kann. Sicher wird er sie auch ein paar Rechnungen lösen lassen und sich von ihr erklären lassen, wie sie zu dem Ergebnis gekommen ist.
Zum Schluss wird er Sie ausführlich darüber informieren, wie Mareike individuell am besten geholfen werden kann. Dafür wird er Sie -falls sich eine Rechenschwäche abzeichnet -an einen Lerntherapeuten verweisen. In manchen Landkreisen übernimmt das Jugendamt die Therapiekosten. Sie sollten sich unbedingt vorher bei dem für Sie zuständigen Jugendamt erkundigen, an welche Bedingungen die Kostenübernahme geknüpft ist, bzw. ob es überhaupt eine Möglichkeit dafür gibt.
Sie verdrehen oft die Zahlen in ihrer Reihenfolge –zum Beispiel „17“ statt „71“. Ganz wichtig ist jedoch: Kinder mit einer Rechenschwäche sind nicht „dumm". Sie können genau wie andere Kinder Rechnen lernen, sie brauchen dazu nur gezielte Hilfestellungen und müssen unzählige Male den gleichen Schritt üben, damit eine merkliche Verbesserung eintritt.
Ich rate Ihnen, eine fachpsychologische Diagnose durchführen zu lassen. Dazu wenden Sie sich an die für Ihre Tochter zuständigen Schulpsychologen oder einen Kinder-und Jugendpsychiater. Der Psychologe schaut sich auf spielerische Weise die geistigen Fähigkeiten von Mareike an. Konzentrationsprobleme und Rechenschwierigkeiten hängen oft eng zusammen. Außerdem wird der Psychologe die Wahrnehmungsfähigkeit von Mareike genauer betrachten, zum Beispiel wie sie optische Reize verarbeitet und sich im Raum orientieren kann. Sicher wird er sie auch ein paar Rechnungen lösen lassen und sich von ihr erklären lassen, wie sie zu dem Ergebnis gekommen ist.
Zum Schluss wird er Sie ausführlich darüber informieren, wie Mareike individuell am besten geholfen werden kann. Dafür wird er Sie -falls sich eine Rechenschwäche abzeichnet -an einen Lerntherapeuten verweisen. In manchen Landkreisen übernimmt das Jugendamt die Therapiekosten. Sie sollten sich unbedingt vorher bei dem für Sie zuständigen Jugendamt erkundigen, an welche Bedingungen die Kostenübernahme geknüpft ist, bzw. ob es überhaupt eine Möglichkeit dafür gibt.
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