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Hinweis:
Zur Wahrung der Anonymität wurden im dargestellten schulpsychologischen Fall Angaben
zur Person entweder verändert oder entfernt.
Versagensangst und Blockade bei Klausuren
Frage
Meine Tochter ist 14 Jahre alt und besucht die 9. Klasse. Leider geht es seit dem letzten Schuljahr mit ihren Schulnoten kontinuierlich bergab. Ganz besonders schwer tut sie sich im Mündlichen. Sie hat große Angst, sich zu melden und dann etwas Falsches zu sagen. Diese Angst hat sich mittlerweile auf ihre schriftlichen Arbeiten übertragen: Aus lauter Furcht zu versagen, blockiert sie und verhaut dann die Klausur.
Wenn sie zuhause übt, beherrscht sie den Stoff recht gut. Aber in den schriftlichen Arbeiten oder auch in mündlichen Prüfungen kann sie ihr Wissen leider nicht abrufen und unter Beweis stellen.
Antwort der tutoria-Schulpsychologin
Ihre Tochter leidet unter Versagensängstenund Blockaden. Das schränkt ihre Leistungsfähigkeit ein und nagt natürlich an ihrem Selbstbewusstsein. Was können Sie dagegen tun?
Eine Verbesserung des Lernmusters kann Ihrer Tochter helfen, ihren Ängsten zu begegnen und mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln:
Oft schieben gerade ängstliche Kinder das Lernen auf eine Prüfung möglichst weit hinaus. Wird dann „in letzter Minute“ vor der Prüfung hektisch gepaukt, hat sich dieses Wissen in der Regel nicht gefestigt. In der Prüfungssituation selbst ist dann plötzlich alles weg – Blackout!
Helfen Sie Ihrer Tochter bei einer frühzeitigen Vorbereitung auf die Schulaufgabe (oder die mündliche Abfrage). Setzen Sie sich rechtzeitig vor dem Termin mit ihr zusammen – im Idealfall mindestens eine Woche vorher. Verschaffen Sie sich einen Überblick über das zu lernende Pensum. Den Lernstoff teilen Sie dann in übersichtliche und zu bewältigende „Lernhäppchen“ auf: Jeden Tag wird ein Teil gelernt. Planen Sie dabei Zeit für Wiederholungen ein, damit sich das Gelernte festigen kann.
Lassen Sie kurz vor der Schulaufgabe keine Panik aufkommen. Am Tag vor der Schulaufgabe sollte kein neuer Stoff mehr gelernt werden - höchstens noch einmal das Wichtigste wiederholen. Besonders am Abend vor dem Einschlafen sollte Ihre Tochter nicht mehr lernen, sonst kann es eine unruhige Nacht werden. Am Prüfungstag selbst sollten Bücher und Hefte ebenfalls geschlossen bleiben, sonst steigert sich nur die ohnehin vorhandene Nervosität.
Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Yoga könnten Ihrer Tochter helfen, ihre Angst zu bewältigen. Informieren Sie sich zum Beispiel bei der Volkshochschule oder anderen Bildungsträgern über jugendgerechte Angebote. In solch einem Kurs kann Ihre Tochter Entspannungstechniken lernen, die sie in der angstauslösenden Situation der Prüfung anwenden kann.
Aber auch Sie selbst können ihrer Tochter Mut zu sprechen und sie unterstützen: Erzählen Sie ihr doch einmal von Ihren eigenen Angsterfahrungen. Und natürlich auch, wie Sie diese bewältigt haben. Was hilft Ihnen? Tief durchatmen? Ein Maskottchen? Traubenzucker? Könnte etwas davon auch Ihrer Tochter helfen? Vielleicht ein Mutspruchauf einem kleinen Zettel im Federmäppchen (zum Beispiel „Ruhig Blut, dann wird alles gut“)? Vielleicht haben Sie Lust, einmal gemeinsam mit Ihrer Tochter ein großes Plakat zu gestalten und alles aufzuschreiben, zu malen oder zu kleben, was sie richtig gut kann. Das bekommt dann einen schönen Platz (Aufhängen oder lieber unters Kopfkissen legen?) und wird regelmäßig betrachtet bzw. ergänzt. Ein regelmäßiger Blick auf ihre Stärken wird ihr helfen, sich auf diese zu besinnen und aus ihnen zu schöpfen.
Eine Verbesserung des Lernmusters kann Ihrer Tochter helfen, ihren Ängsten zu begegnen und mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln:
Oft schieben gerade ängstliche Kinder das Lernen auf eine Prüfung möglichst weit hinaus. Wird dann „in letzter Minute“ vor der Prüfung hektisch gepaukt, hat sich dieses Wissen in der Regel nicht gefestigt. In der Prüfungssituation selbst ist dann plötzlich alles weg – Blackout!
Helfen Sie Ihrer Tochter bei einer frühzeitigen Vorbereitung auf die Schulaufgabe (oder die mündliche Abfrage). Setzen Sie sich rechtzeitig vor dem Termin mit ihr zusammen – im Idealfall mindestens eine Woche vorher. Verschaffen Sie sich einen Überblick über das zu lernende Pensum. Den Lernstoff teilen Sie dann in übersichtliche und zu bewältigende „Lernhäppchen“ auf: Jeden Tag wird ein Teil gelernt. Planen Sie dabei Zeit für Wiederholungen ein, damit sich das Gelernte festigen kann.
Lassen Sie kurz vor der Schulaufgabe keine Panik aufkommen. Am Tag vor der Schulaufgabe sollte kein neuer Stoff mehr gelernt werden - höchstens noch einmal das Wichtigste wiederholen. Besonders am Abend vor dem Einschlafen sollte Ihre Tochter nicht mehr lernen, sonst kann es eine unruhige Nacht werden. Am Prüfungstag selbst sollten Bücher und Hefte ebenfalls geschlossen bleiben, sonst steigert sich nur die ohnehin vorhandene Nervosität.
Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Yoga könnten Ihrer Tochter helfen, ihre Angst zu bewältigen. Informieren Sie sich zum Beispiel bei der Volkshochschule oder anderen Bildungsträgern über jugendgerechte Angebote. In solch einem Kurs kann Ihre Tochter Entspannungstechniken lernen, die sie in der angstauslösenden Situation der Prüfung anwenden kann.
Aber auch Sie selbst können ihrer Tochter Mut zu sprechen und sie unterstützen: Erzählen Sie ihr doch einmal von Ihren eigenen Angsterfahrungen. Und natürlich auch, wie Sie diese bewältigt haben. Was hilft Ihnen? Tief durchatmen? Ein Maskottchen? Traubenzucker? Könnte etwas davon auch Ihrer Tochter helfen? Vielleicht ein Mutspruchauf einem kleinen Zettel im Federmäppchen (zum Beispiel „Ruhig Blut, dann wird alles gut“)? Vielleicht haben Sie Lust, einmal gemeinsam mit Ihrer Tochter ein großes Plakat zu gestalten und alles aufzuschreiben, zu malen oder zu kleben, was sie richtig gut kann. Das bekommt dann einen schönen Platz (Aufhängen oder lieber unters Kopfkissen legen?) und wird regelmäßig betrachtet bzw. ergänzt. Ein regelmäßiger Blick auf ihre Stärken wird ihr helfen, sich auf diese zu besinnen und aus ihnen zu schöpfen.
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