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Biologie: Antidiuretisches Hormon

Das antidiuretische Hormon (auch ADH oder Adiuretin genannt) ist ein Hormon, das für die Osmoregulation verantwortlich ist. Unter Osmoregulation versteht man die Regulation der Osmolarität (die Gesamtkonzentration gelöster Teilchen) des Blutes, im Falle des ADHs über die Anpassung der Osmolarität des Urins.

Eine fundamentale Lebensbedingung für Säugetiere wie den Menschen ist seine Fähigkeit, Volumen und Osmolarität des Urins den Umständen anpassen zu können, um die Osmolarität des Blutes annähernd konstent (im Falle des Menschen bei 300 mosm/l (1) ) halten zu können. Hat ein Mensch beispielsweise durch vieles Trinken eine große Menge Flüssigkeit aufgenommen, ist es erforderlich, die Flüssigkeit ohne großen Salzverlust ausscheiden zu können. Der Urin muss also eine geringere Osmolarität haben, als das Blut (man spricht von hypoosmotischem Urin). Ist im umgekehrten Fall wenig Flüssigkeit aufgenommen worden (oder durch verstärkte Transpiration viel Flüssigkeit abgegeben worden), ist es notwendig, die Stoffwechselschlacken ohne großen Flüssigkeitsverlust ausscheiden zu können. Die Osmolarität des Urins ist höher als die des Blutes. Man spricht von hyperosmotischem Urin. Im Falle gleicher Osmolarität von Blut und Urin wird von isoosmotischem Urin gesprochen.

Für die Regulation der Osmolarität des Urins und damit indirekt der Osmolarität des Blutes ist u.a. das antidiuretische Hormon verantwortlich. Das Hormon wird im Hypothalamus (einer Hirnregion) produziert und in der Hypophyse gespeichert. Im Hypothalamus befinden sich auch so genannte Osmorezeptoren, Sinneszellen, die die Osmolarität des Blutes kontrollieren. Wird ein Sollwert (beim Menschen 300 mosm/l) überschritten, wird die Ausschüttung zusätzlichen ADHs stimuliert. Das Zielgewebe von ADH sind die Sammelrohre der Niere, wo das Hormon die Durchlässigkeit des Gewebes für Wasser erhöht. So kann Wasser aus der Niere zurückgewonnen werden, um die Osmolarität des Blutes beim Sollwert zu halten.

Wird umgekehrt viel Flüssigkeit aufgenommen, wird nur wenig ADH an das Blut abgegeben und damit viel Wasser im Urin ausgeschieden. Eine erhöhte Urinabgabe wird als “Diurese” bezeichnet, woher der Name antidiuretisches Hormon stammt, da das ADH der erhöhten Ausscheidung entgegenwirkt.

(1) Die Osmolarität wird in Milliosmol pro Liter angegeben (mosm/l), dies entspricht 10^-3 mol/l. Die Osmolarität des menschlichen Blutes entspricht etwa 300 mosm/l, Meerwasser hat eine Osmolarität von etwa 1000 mosm/l.

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Name: Patrick B.
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Fach: Biologie, Chemie, Deutsch, Mathematik, Physik, Politik
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