tutoria-Nachhilfe-Wiki

Suchen

tutoria

Bei tutoria gibt es aktuell 2933 Tutoren für Biologie Nachhilfe

Mitmachen

Fachbereich

Nachhilfe

Biologie: Kohlenhydrat-Katabolismus

“Warum wird man von Obst nicht so satt wie von Nudeln oder Kartoffeln? Hat Obst keine Kohlenhydrate?”

Obst besteht aus Kohlenhydraten, jedoch auch zu 80 bis 95% aus Wasser. Der Wassergehalt von Kartoffeln beträgt dagegen ‘nur’ 70 – 75%, nach dem Braten und Frittieren noch 30 – 40% und der von Nudeln in der Trockenform 13% und gekocht ca. 50%. Die Energiedichte der Früchte ist also relativ niedrig, die der Kartoffeln und Nudeln dagegen mittel bis hoch.

Aufgelistet hätten also 100 g der entsprechenden Pflanze/Substanz folgenden Kohlenhydratgehalt:
Obst: 5 – 20%
Kartoffeln: 25 – 30%
Kartoffeln frittiert/gebraten: 60 – 70%
Nudeln (trocken): 87%
Nudeln (gekocht): 50%

Erschwerend für das Obst kommt hinzu, dass es aus mehr Faserstoffen (Zellulose etc.) besteht, als die pure Stärkeknolle “Kartoffel” oder Nudeln (reine Stärke aus dem Mehlkörper des Getreidekorns). Zellulose und andere Faserstoffe sind zwar – rein rechtlich gesehen – ebenfalls Kohlenhydrate, jedoch kann der menschliche Organismus diese nicht verwerten.

Ebenfalls erschwerend dazu kommt, dass die Fruktose der Früchte vom Darm nur passiv aufgenommen werden kann. Das bedeutet, dass die Fruktose nur zum Teil aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangt und das auch noch sehr langsam. Den Rest der Fruktose verwertet die Darmflora, was bei entsprechenden Mengen zu unschönen Begleiterscheinungen in Form produzierter Gase führen kann (Flatulenz). Die Glukoseeinheiten, aus denen die Stärke besteht, werden dagegen aktiv aus dem Darm gezogen und in den Blutkreislauf gepumpt.

Noch mehr in die Tiefe gegangen: Die Fruktose der Früchte wird praktisch Insulin-unabhängig im Körper verteilt und verwertet. Das bedeutet, dass Insulin nicht Menge und Ort der Verwertung steuern und das Gewebe, das nach Nährstoffen schreit, nicht gezielt damit versorgen kann. Das Hungergefühl ist zum großen Teil abhängig vom Insulinspiegel, der durch die Fruktoseaufnahme nicht beeinflusst wird, so dass es durch den Fruchtverzehr nicht übermäßig nachlässt.

Die Glukoseverwertung ist dagegen strikt hierarchisch geregelt. Je nachdem, welche Gewebsbelastungen vorliegen – Verletzungen/Wundheilungen, Muskelauszehrung, neuronale Hyperaktivität/Gehirn, Entgiftung/Leber, etc. – wird der Bedarf über die Hormone Insulin und Glukagon ganz gezielt gesteuert.

Noch weiter in die Tiefe gegangen (hat mit dem eigentlichen Thema nichts mehr zu tun, aber wenn wir schon dabei sind) – die Glukoseverwertung funktioniert in folgender hierarchischer Reihenfolge:

  1. Zellen erhalten Glukose für ihren Energiebedarf (Insulin öffnet deren Kanäle)
  2. als Zwischenlager bis zum nächsten Döner wird in den Zellen ein Glykogenspeicher aufgebaut
  3. überschüssiger Blutzucker (Glukoseeinheiten) wird in der Leber als Glykogenspeicher eingelagert
  4. was dann noch übrig ist, wird in Fett umgewandelt (das nur 20% des Raumbedarfs von Glykogen benötigt – also deutlich platzsparender ist)
  5. das nun erzeugte Fett bleibt entweder in der Leber oder wird auf bedürftige Zellen verteilt
  6. alles, was dann noch übrig ist, wird in den Fettzellen abgelagert.

Da die Fettzellen für eine Verwertung auf Bedarf eine sehr ungünstige Lage haben, werden sie auch nur schwer und langsam mobilisiert und das Abnehmen fällt aus dem Grund auch so schwer.

Wiki-Autor:

avatar
Name: Dr. Stephan P.
Alter: 46
Fach: Biologie, Biologie, Englisch, Mathematik, Medizin
Ort: Menden
Preis: 17,00 €
Icon_best
Qualifikation:
verifiziert

Integrität:
verifiziert
Was mir am Nachhilfeunterricht geben Spaß macht:

Die Schüler sind grundsätzlich nicht unbegabt, sondern entweder von den unpersönlichen Erklärungen der Lehrer völlig überfordert, oder vom Klassenlärm abgelenkt. Bei der individuellen Nachhilfe funktioniert das Lernen dagegen hervorragend.

Autor folgender Wiki-Artikel:
Schauen Sie sich diesen und viele weitere Nachhilfelehrer genauer an:

 

 

ZUM SCHLIEßEN KLICKEN