tutoria-Nachhilfe-Wiki

Suchen

tutoria

Bei tutoria gibt es aktuell 2721 Tutoren für Biologie Nachhilfe

Mitmachen

Fachbereich

Nachhilfe

Biologie: Blutgruppe und Blutspender

Der Mensch trägt eine Vielzahl von Proteinen und Glykolipiden auf der Oberfläche seiner roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Es gibt also auch viele verschiedene Blutgruppensysteme. Von der Internationalen Gesellschaft für Bluttransfusion gibt es 29 anerkannte und differenziert beschriebene Untersysteme. Das AB0- und das Rhesussystem zählen zu den bekanntesten Systemen und sind auch praktisch von großer Relevanz, weil sie aufgrund der starken Verklumpungswirkung große Bedeutung in der Klinik haben.

Das bekannte AB0-System wurde erstmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts von einem Österreicher namens Karl Landsteiner entdeckt. Dafür hat er auch den Nobelpreis für Medizin bekommen.
Wir unterscheiden hier vier Hauptgruppen: A, B, AB und 0.

Menschen mit der Blutgruppe A haben Erythrozyten mit Antigen A und Antikörper gegen B.
Menschen mit der Blutgruppe B haben Erythrozyten mit Antigen B und Antikörper gegen A.
Menschen mit der Blutgruppe 0 haben Erythrozyten OHNE Antigen und Antikörper gegen A und B.
Menschen mit der Blutgruppe AB haben Erythrozyten mit Antigen A und B und KEINE Antikörper.

Die Transfusionsmedizin kennt Universalspender und Universalempfänger.

Als Universalspender zählt ein Blutspender mit der Blutgruppe 0. Erythrozyten (rote Blutkörperchen) dieser Person weisen keine Antigene auf. Also selbst wenn der Empfänger Antikörper der Blutgruppe A oder B besitzt kommt es hier nicht zur Verklumpung.
Da heutzutage nie Vollblut transfuniert wird, ist es egal, dass der Universalspender selbst Antikörper gegen Blutgruppe A und B im Serum trägt, da diese nicht mit einem Erythrozytenkonzentrat übertragen werden. Dies ermöglicht auch eine A-Spende an einen AB-Empfänger.

Als Universalempfänger gelten Patienten mit der Blutgruppe AB. Sie können Erythrozyten von jeder anderen beliebigen Blutgruppe erhalten, weil in ihrem Serum keine Antikörper vorhanden sind. So kann es nicht zur gefürchteten Antigen-Antikörper-Reaktion kommen.

Wiki-Autor:

Der Autor dieses Artikels ist nicht mehr verfügbar.

 

 

ZUM SCHLIEßEN KLICKEN