Biologie: Spinnengifte
- Datum: 09.10.09
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Thematische Einordnung:
Giftigkeit von Spinnen für den Menschen und andere Arten
- Tags: Gift, Spinnen
Ja, das ist im Prinzip richtig. Alle Spinnen sind giftig – zumindest für ihre Beutetiere. Der Mensch ist natürlich kein Beutetier, gegen ihn wird das Gift nur zur Selbstverteidigung eingesetzt. Von den etwa 30.000 Spinnenarten sind nur etwa 2 Dutzend für den Menschen gefährlich.
Eine der gefährlichsten Spinnen ist die Schwarze Witwe, die in Amerika (Latrodectus mactans) und im Mittelmeergebiet (L. tredecimguttatus) vorkommt. Dennoch sind Todesfälle beim Menschen selten, wenn rechtzeitig ein Antiserum gegeben wird. Gefährlich sind auch Kammspinnen (Ctenidae) aus Südamerika, ihr Gift wirkt stark neurotoxisch. In Deutschland gelten die Dornfingerspinne und die Wasserspinne als potentiell gefährlich.
Die Gefährlichkeit von Vogelspinnen wird allgemein überschätzt. Trotz ihres beeindruckenden Aussehens ist ihr Biss nicht gefährlicher als ein Wespenstich. Gefährlich ist er nur für Beutetiere: Insekten und kleinere Wirbeltiere. Auch der Biss der Tarantel hat beim Menschen nur lokale Effekte.
Spinnengifte sind in der Regel Neurotoxine. Sie wirken auf das Nervensystem, indem sie z.B. Ionenkanäle blockieren bzw. dauerhaft öffnen, bestimmte Rezeptoren besetzen oder die Signalübertragung an den Synapsen verhindern. Sie sind in ihrer Wirkung sehr spezifisch und daher auch für die medizinische Forschung zunehmend interessant
Als Giftapparate dienen die Cheliceren. Die der kleineren Arten können die Haut des Menschen nicht durchdringen, außerdem ist die Giftmenge zu gering.
Literaturtipps & verwendete Quellen:
Foelix: Biologie der Spinnen
Teuscher und Lindequist: Biogene Gifte
Verwandte Artikel:
- Spinnen:
Wiki-Autor:
| Name: | Peter B. |
| Alter: | 40 |
| Fach: | Biologie, Chemie |
| Ort: | Braunschweig |
| Preis: | 22,20 € |
Es macht mir sehr viel Spaß, Dinge zu erklären und anderen die Naturwissenschaften näher zu bringen. Fragen der Schüler eröffnen neue Sichtweisen.
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