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Biologie: neurologische Verschaltungen

Das ist sicherlich in groben Zügen richtig und eine wunderbare Eigenschaft unseres Gehirns. Einfach gesagt besteht das Gehirn aus Milliarden von Nervenzellen, die alle über unglaublich viele Brücken, die man Synapsen nennt, miteinander verbunden sind. Somit ist das ganze Gehirn eine einzige große Schaltzentrale und jede Nervenzelle ist für sich ein kleines Gehirn. Was passiert nun, wenn wir einen Sinn verlieren? Hierbei ist es eben von besonderer Bedeutung, WIE oder auch WAS wir verlieren. Angenommen, wir verlieren durch eine Verbrennung oder einen Unfall einen Teil der Netzhaut oder haben dort eine Entzündung und können vorrübergehend nicht sehen. Dann ist es in der Tat so, dass die Zellen im Gehirn, die für dieses Areal zuständig sind, arbeitslos werden. Denn sie bekommen keine Informationen mehr von den Sehzellen der Netzhaut. Jetzt sterben diese Nervenzellen aber nicht ab, sondern sie bilden plötzlich, auch im Erwachsenenalter, neue Fortsätze aus! Das heißt, wenn wir z.B. einen Teil des Auges verlieren, dann verkümmern die zuständigen Zellen im Gehirn nicht, sondern sie fangen an, mehr Brücken zu anderen auszubilden und dort auszuhelfen, weil sie ja selbst jetzt Kapazitäten frei haben. Das kann zu einer teilweisen Kompensation des Ausfalls führen.

Dies gilt natürlich jetzt nur für den Fall, dass das Auge betroffen war, und nicht das Gehirn. Fällt ein Sinnesorgan komplett aus, sei es durch eine Krankheit oder Verletzung, dann ist es natürlich denkbar und möglich, dass das gesamte Areal im Gehirn, dass bisher für die Verarbeitung von visuellen Reizen, also für das Verarbeiten von Lichtsignalen durch die Augen, zuständig waren, sich eine neue Aufgabe suchen und so mehr Zellen und damit mehr Kapazitäten für die anderen Sinne übrigblieben. Dieser Prozess ist aber dann nicht mehr möglich, wenn das Gehirn, wie bei einem Schlaganfall, selbst betroffen ist. Denn wenn einmal Nervenzellen absterben, wachsen sie kaum bis gar nicht mehr nach. Wer also einen Schlaganfall erleidet und längere Zeit sein Gehirn ohne Sauerstoffzufuhr gefährdet, erleidet ernsthafte kognitive und neurologische Schäden, die zu dauerhaften Ausfällen im Gehirn führen können, weil die Zellen regelrecht absterben.

Aber auch hierzu gibt es sehr interessante neue Forschungen an Mäusen, die zeigen konnten, dass durch die Zugabe von bestimmten Stoffen es möglich ist, die Folgen von Schlaganfällen fast zu kompensieren! Sollte sich diese Forschung als furchtbar erweisen, wären die Chancen für einen schlimmen Verlust unserer Gehirnkapazitäten deutlich geringer.

Jedenfalls muss man sich immer vor Augen führen, dass das Gehirn enorm komplex und vor allem enorm vielseitig ist. Nervenzellen sind die kompliziertesten aller Zellen, mit über 10.000 Synapsen untereinander, also mit unglaublich vielen Brücken und Verdrahtungen. Das Gehirn ist sehr komplex und vielschichtig und hat eine lange Reifungszeit hinter sich gelassen, um uns jetzt zur Verfügung zu stehen. Das Gehirn kann Unglaubliches leisten und ist zu sehr vielem in der Lage, da ist das Ausgleichen eines verlorenen Wahrnehmungssinnes noch das kleinste Kunststück.

Wiki-Autor:

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Name: Michael B.
Alter: 23
Fach: Biologie, Chemie, Deutsch, Latein, Mathematik
Ort: Darmstadt
Preis: 14,20 €
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Qualifikation:
verifiziert

Integrität:
-
Was mir am Nachhilfeunterricht geben Spaß macht:

Es gibt nichts Schöneres, als einem Kind die Freude am Lernen und Erkunden zurückzugeben. Daher ist mein Zweitname im Abschlussbericht unseres Jahrgangs auch Erklärbär. Ich habe stets große Freude am Erklären und miteinander Arbeiten.

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