Erdkunde/Geographie: Warum sind die Tage im Sommer eigentlich "länger" als im Winter und warum wird es in einigen Ländern im Sommer gar nicht dunkel?
- Datum: 14.07.10
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Thematische Einordnung:
Schiefe der Ekliptik
- Tags: Jahreszeiten, Sonnensystem
Die Schiefe der Ekliptik
Es ist ja bekannt, dass die Erde sich innerhalb von 24 Stunden um die eigene Achse dreht. Diese Achse wird Erdachse genannt. Allerdings steht diese Erdrotationsachse nicht senkrecht zur Umlaufbahn der Erde zur Sonne, sodass zu bestimmten Zeiten bestimmte Gebiete auf der Erde von den Sonnenstrahlen bevorzugt werden.
Die Erde lässt sich in verschiedene Abgrenzungen einteilen, die aus dieser Schiefe der Ekliptik entstehen. Die Abgrenzungen sind gleichzeitig mit der Sonneneinstrahlung verbunden. Es lassen sich folgende Grenzen von N nach S einteilen.
Nordpol (90°N)
Nördlicher Polarwendekreis (66,5°N)
Nördlicher Wendekreis (23,5°N)
Äquator (0°)
Südlicher Wendekreis (23,5°S)
Südlicher Polarwendekreis (66,5°S)
Südpol (90°S)
Die Frage, warum die Tage im Sommer länger sind als im Winter ist sehr allgemein gestellt, lässt sich dennoch einigermaßen knapp beantworten
Auf unserer Erde gibt es vier Jahreszeiten (Winter, Frühling, Sommer, Herbst)
Zum Frühlingsanfang (21.März) und Herbstanfang (23.Sept.) steht die Sonne über dem Äquator (0°) senkrecht. Demzufolge sind Tag und Nacht auf dem Rest der Erde an diesen beiden Tagen gleich lang, nämlich jeweils 12h.
Von Frühling bis zum Sommeranfang, wobei wir hier nun vom Sommer auf der nördl. Halbkugel ausgehen (Nordpol bis Äquator), verlagert sich der Zenitstand (senkrechte Einstrahlung) der Sonne zum nördlichen Wendekreis. Am 21. Juni steht die Sonne dann dort (23,5°N) senkrecht und dies ist auch gleichzeitig der längste Tag des Jahrers auf der Nordhalbkugel. Nach diesem Zeitraum wandert der Zenitstand der Sonne dann wieder bis zum 23.Sept. zum Äquator zurück. Zwischen Frühlings- und Herbstbeginn ist die Nordhalbkugel demzufolge von Sonnenstrahlen bevorzugt und die Tage sind länger als die Nächte.
Am 23. September steht die Sonne ja dann bekanntlich wieder über dem Äquator im Zenit.
Danach wandert aber der Zenitstand bis zum Winteranfang in Richtung südlichen Wendekreis (23,5°S).
Deshalb werden die Tage dann bei uns immer kürzer, während sie auf der Südhalbkugel immer länger werden.
Der 21. Dezember ist dann bei uns (auf der Nordhalbkugel) der kürzeste Tag des Jahres, während auf der Südhalbkugel der längste Tag aufgrund des Zenitstandes der Sonne über dem südl. Wendekreis zu verzeichnen ist. Bis zum 21. März ändert sich dann dieser Zustand wieder und bei uns werden die Tage wieder allmählich länger.
Polartag- und Nacht
Die Länder, in denen es im Nordsommer durchgehend hell ist, z.B. Nordschweden, liegen im bereich zwischen dem Nordpol und dem nördlichen Polarwendekreis. Hier kommen im Sommer die sogenannten Polartage vor. Die Einstrahlungskonstellation ergibt sich hier in einer solchen Weise, dass die Gebiete auch nachts nicht von der Sonne abgewandt sein können. Demzufolge ist es 24h hell.
Während am Nordpol die Polartage für ein halbes Jahr anhalten, geht ihre Anzahl bis zum nördlichen Polarwendekreis auf einen einzigen am 21.Juni zurück. Südlich davon kommt es zu keinen Polartagen- oder nächten mehr.
Im Zeitraum des Polartages herrscht auf der Südhalbkugel demzufolge Polarnacht (südlich des Polarwendekreises). Im Nordwinter hingegen herrscht dafür auf der Nordhalbkugel (nördlich des Polarwendekreises) Polarnacht und auf der Südhalbkugel Polartag.
Dieser Zustand wechselt also halbjährig.
Literaturtipps & verwendete Quellen:
Abiturwissen Geographie (Stark-Verlag)
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Wiki-Autor:
| Name: | Alexander W. |
| Alter: | 21 |
| Fach: | Englisch, Erdkunde/Geogra |
| Ort: | Würzburg |
| Preis: | 14,20 € |
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