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Geschichte: Der Ost-West-Konflikt (in Stichworten)

Der Ost-West-Konflikt

Die Anti-Hitler-Koalition

- ideologische Unterschiede treten im Kampf gegen Hitler in den Hintergrund
- noch 1919 hatten USA/England im russischen Bügerkrieg die Gegenrev. der „Weißen“ unterstützt → auch Anerkennung d. neuen Sowjetischen Regierung verweigert
- hier findet man also schon das erste „Konfliktpotential“

Friedensvorstellungen im WK II

- USA: Franklin D. Roosevelt greift 14. Punkte von Wilson auf
o 1941: Erklärung d. vier Freiheiten + Atlantik-Charta
- Plan für Deutschland: dauerhafte Schwächung
o (Roosevet-/Morgenthau-Plan) – „Ackerland“
- UdssR: Wiederherstellung der Westgrenze von 1941 + Pufferzone muss weg
o Sog. „cordon sanitaire“
- Gedanken an kommunistische Weltrevolution wird von Stalin zurückgestellt
- 1. Treffen auf dieser Basis: Konferenz in Teheran (1943) → Kompromissbereitschaft?

Konferenz von Jalta / Sowjetische Osteuropapolitik

- gegenseitiges Misstrauen (Wirtschaftsimperialismus, Wilsonianismus)
- erarbeitete Pläne (EAC) bleiben unverbindlich (Reparationen, Grenzverschiebung etc.)
- 1945: Konferenz v. Jalta: „Erklärung über das befreite Europa“ Fromelkompromiss
o Bsp.: „in Übereinstimmung mit demokratischen Grundsätzen“
- Unvereinbarkeit d. Ziele: USA – „One world + Selbstbestimmungsrecht“
- vs. UdssR: Schaffung einer Einflusszone → „Volksdemokratien“
- unter anderem sind zu nennen: Tschechoslowakei, Ungarn, Bulgarien/Rumänien, Polen (Warschauer Aufstand!) u. Jugoslawien (Sonderweg: System der Blockfreiheit)

Konferenz von Potsdam

- letztes Treffen der „Großen Drei“: Konferenz von Potsdam (1945)
- Aufeinanderprallen der Interessensgegensätze + Versuch die Koalition zu retten
- Churchill („Eindämmungspolitik“) + Truman braucht Unterstützung (Krieg g. Japan)
- „Pressionspolitik“ (Einschüchterung): Stoppen d. Lieferungen + Zündung d. Atombombe am 16. Juli → scheitert: „Atombomben sind zur Einschüchterung von schwachen Nerven“
- Ende vom Lied: Kompromiss (Anerkennung d. vollendeten Tatsachen unter Vorbehalt eines zukünftigen Friedensvertrags)
- Offene Fragen sollen später von Außenministern geklärt werden (die das auch nicht schaffen)

Der Übergang zum Kalten Krieg

- auf beiden Seiten zunehmende negative Interpretation d. Politik
o Politik d. Sowjetunion in Augen der USA: unbegrenzter Expansionswillen
o Politik der Amerikaner in den Augen der Sowjets: „Dollarimperialismus“
- maßgeblicher Einfluss: Langen Telegramm (1946)
o Lagebeurteilung Georg . Kennan’s (Botschaftsrat in Moskau)
o Ausgehend von der Annahme die Sowjetunion habe das Ziel d. Weltrevolution
o Forderung nach einem Schutzwall (Eindämmung)
o Etwa zur gleichen Zeit → Churchill: „Der Eiserne Vorhang d. Sowjetunion“
- Folge des gewandelten Verhältnisses drückt sich in der Behandlung Deutschlands aus:
o Gemeinsame Deutschlandpolitik wird aufgegeben
o Stuttgarter Rede: rasche Stabilisierung der Westzonen (u. amerikanischer Führung) mit dem Ziel der Souveränität („bei geeigneter Sicherheit“)
o Deutschlands Teilung wird in Kauf genommen
- endgültige Formulierung der neuen amerikanischen Politik:
o 12.3.1947: Truman-Doktrin
o Geht von Existenz zweier Welten aus
o Freiheitliche Welt des Westens u. totalitäre Welt des Ostens
o Schutzwall gegen angeblich expansiven, totalitären Staat ist Notwendig
o Unterstützung aller bedrohten Länder – „Verhindern der eindringenden Flut“
o Prinzip „Containment“ bestimmt jahrelang die amerikanische Politik
- ähnliche Einschätzung d. Weltlage wird v. kommunistischer Seite formuliert
o September 1947: Kominform – Gründung
o Zwei-Lager-Theorie (friedliche Entfaltung d. freiheitlich-sozialistischen Lagers wird von aggressiven US-Imperialismus bedroht)
o Kapitalistischer Imperialismus versteckt sich hinter einer Maske (UNO, Weltfrieden, Marshall-Plan usw.)
- Folge: Bruch der Beziehungen, Teilung der Welt in zwei feindliche Blöcke

Verfestigung der Blöcke

- Ideologische Polarisierung führt zu Maßnahmen, die von der anderen Seite als Aggression gedeutet werden und somit wiederum zur Verschärfung d. Polarisierung beitragen (Teufelskreis – circulus vitiosus)
- Westliche Maßnahmen, die aus sowjetischer Sicht Bedrohungen für die eigenen Interessen waren:
o Förderung d. deutschen Weststaatslösung (Bizone, Währungsreform, Gründung d. Bundesrepublik)
o Marshallplan
o Beharren auf ein Atomwaffenmonopol
o Londoner Sechs-Mächte-Konferenz ohne Beteiligung der Sowjetunion
o Die damit verbundene Gründung d. Brüsseler Pakts
o Gründung der NATO (als Gegengewicht schleißen sich die Ostblockstaaten zusammen – Warschauer Pakt)
- Bestätigungen für aggressive, expansionistische Sowjetmacht aus westlicher Sicht:
o mangelnde Kooperationsbereitschaft / Maßnahmen in der sowjetischen Besatzungszone
o die immer stärker werdende Sowjetisierung in Osteuropa
o Berlin-Blockade (Lösung: Luftbrücke)
Folgen der Gründung d. Volksrepublik China

- kommunistische Machtübernahme in China bedeutet einen Rückschlag
- Ängste vor kommunistischer Expansionspolitik werden geschürt
- Verschärfung der antikommunistischen Einstellung in der USA
- Folgen: McCarthy-Ära und Korea-Krieg
- Sowjetunion hat seit 1949 auch eine Atombombe → beeinträchtig Sicherheitsgefühlt der Amerikaner
- Folge: Aufrüstung und Trumans Entscheidung zur Entwicklung einer H-Bombe (1950)

Der Korea-Krieg

- Höhepunkt d. kalten Krieges (neben der Berlin-Blockade)
- Zeigt wie der „kalte“ sich auch zum „heißen Krieg“ entwickeln kann
o Gefahr eines 3. Weltkriegs!
- Korea vor dem WK II eine Kolonie Japans
- wird im WK II von den USA / der Sowjetunion besetzt (N. – Sowjetunion; S. – USA)
- in Einflussgebiete aufgeteilt
- später soll unabhängige koreanische Regierung eingesetzt werden (vgl. Deutschland!)
- Es bilden sich zwei Regierungen, da nur in Südkorea Wahlen abgehalten werden
o im Norden: die Republik Korea
o im Süden: Demokratische Volksrepublik Korea
- Die Staaten zwar mittlerweile besatzungsfrei, dennoch können sie mit sowjetischer bzw. amerikanischer Unterstützung rechnen
o Zur Ausweitung dieses Konflikt zu einem Krieg führt der nordkoreanische Angriff (1950) auf Seoul
o Südkorea kann den Angriff zwar zurückschlagen, zieht sich aber taktisch zurück um die USA zum Kriegseintritt zu animieren, Vertreter der Roll-Back-Politik unterstützen diese Taktik
o Südkorea wird von Nordkoreanischen Truppen befreit, US-Truppen marschieren in Nordkorea ein (trotz Chinas Warnungen)
o Kriegseintritt Chinas
o MacArthur verfolgt weiterhin die Roll-Back-Strategie (Rückzug, Forderung auf Unterstützung und Atombombenangriffe)

- Carthy-Ära machte dies möglich (konservative Politiker fördern Radikalisierung)
- Truman ringt sich durch MacArthur den Oberbefehl zu entziehen
- Präsidentschaft MacArthurs wird durch Zusammenarbeit d. beiden Parteien (gemäßigter Flügel der Republikaner) verhindert
- Eisenhower wird Präsident, keine weitere Radikalisierung, McCarthy wird entmachtet
- Die antikommunistische Kampagne klingt ab

Ansätze zur Koexistenz

- nach dem Tod Stalins: Liberalisierung (Tauwetter)
- Entstalinisierung durch Chruschtschow
- Außenpolitisches Ziel: Koexistenz > friedliches, unkriegerisches Nebeneinander der zwei Blöcke
- Gründe für den Umschwung:
o Neues Selbstbewusstsein der UdssR (Atom
u. H-Bombe)
o Einsicht, dass ein Krieg selbstmörderisch wäre (Pattsituation)
o Einsicht, dass USA trotz Roll-Back-Rhetorik die Interessen der Sowjets akzeptiert
o Notwendigkeit wirtschaftlichen Wachstum zu erreichen (Stabilität d. Systems!)
- Ergebnisse d. Entspannungsansatzes nach Stalins Tod:
o Beendigung d. Koreakriegs
o Vorläufige Beilegung d. Vietnam-Konflikts (Indochinakonferenz 1954)
o Der Österreichische Staatsvertrag (Österreich gewinnt Souveränität zurück)
o Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Bundesrepublik (September 1955)
o Aussöhnung mit Tito → „Der jugoslawische Sonderweg“
o Auflösung der Kominform

Krisen im Ostblock

- Führungsrolle Moskaus wird in Frage gestellt von
o Konservativen stalinistischen Gegnern (China, Rumänien, Albanien)
o Befürwortern – Reformen nicht schnell genug! (Polen, Ungarn)
- Hegemonialstellung in Osteuropa wird bedroht; Entspannungsprozess in Frage gestellt
o Krise in Polen (polnischer Oktober)
o Ungarn will Blockfreiheit → Einmarsch sowjetischer Truppen (1956)
o Tschescheslowakeit: Prager Frühling (1968) „Sozialismus mit menschlichen Antlitz“
- Sowjetunion nicht gewillt Machtposition in Frage stellen zu lassen
- Satellitenstaaten: „beschränkte Souveränität“
- „Vorrang der Interessen des Weltsozialismus“
- Breschnew-Doktrin (1968) → Maßgebend für sowjetische Außenpolitik

Sowjetische Offensiven / Kubakrise

- Verschäfrung der Rivalität
o Sputnikschock (1957)
o Berlin-Krisen u. Bau der Mauer
o U-2-Affäre (Abschuss eines US-Aufklärungsflugzeuges)
o Kubakrise
 General Batista und Militär haben Macht
 Fidel Castro formiert den Widerstand, stürzt Batista
 kommunistische Reformen; Anlehnung an UdssR
 Aufklärungsflugzeuge entdecken Raketenbasen auf Kuba
 Direkte Konfrontation: Seeblockade und Forderung d. Abbaus der Raketenstationen Kennedy’s → Chruschtschow gibt nach
 Anerkennung des Regime Castro
- Einsicht über Wichtigkeit d. Koexistenz: „rotes Telefon“

Der Vietnam-Krieg (kurz gefasst, ebenso beispielhaft sind Koreakrieg und Kubakrise)

- vor dem WK II Kolonie Frankreichs, während dem WK II von Japan besetzt
- nach der Niederlage Japan stellt sich die Frage nach der Zukunft Vietnams
- Teilung in zwei Zonen:
o Hanoi: Demokratische Republik Vietnam
o Südvietnam: Ministerpräsident Frankreichs stellt Herrschaft wieder her
- Bürgerkrieg → Aus Sicht der USA ein Beweis für den aggressiven Kommunismus
- Domino-Theorie → Unterstützung Frankreichs
- Niederlage Frankreichs: Ende der ersten (französischen) Phase 1946-54
- Zweite (amerikanische) Phase 1964-73
- Dritte (vietnamesische) Phase 1973-75
- Das Ende vom Lied: Sozialistische Politik Vietnam (2.7.1976)

Neue Ansätze der Entspannungspolitik

- Suche nach friedlichen Reglungen
- Nixon-Doktrin 1969 (Verhandlungen statt Konfrontation)
- „Gleichgewicht der Schwäche“
- Entspannungsphase Anfang der 70er bringt eine Vielzahl von Verträgen mit sich:
o SALT-I-Vertrag: Begrenzung der Waffenanzahl
o SALT-I-Interimsvereinbarung: Begrenzung der Interkontinental-/U-Bootraketenanzahl
o Abkommen über die Verhütung v. Atomkriegen
o Ostverträge (BDR erkennt status quo in Europa an)
o Vermächte-Abkommen über Berlin (Erleichtert Reiseverkehr)
o Konferenz der Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa – Gewaltverzicht etc.

Erneute Verhärtung

- Neue Rivalitäten und Misstrauen
o Nah-Ost-Konflikt (Jom-Kippur-Krieg)
o UdssR versucht Einflussgebiet in der 3. Welt zu gewinnen
o Rüstungsanstrengungen bringen Mittelstreckenraketen hervor: Akute Bedrohung Westeuropas → NATO-Doppelbeschluss

- Hemmung d. eingeleiteten Entspannungsprozesses → Invasion in Afghanistan (1979)
- Anti-muslimische Organisation gelangt durch Putsch an die Macht (Taraki) und wird von UdssR unterstützt
- Widerstandbewegung moslemischer Organisationen (Unterstützung d. Iran)
- Bürgerkrieg entwickelt sich zugunsten der moslemischen Rebellen → UdssR marschiert ein
- Folge: weltweite Proteste (Afghanistan – Blockfrei!) → Boykott der Olympischen Spiele in Moskau
- Neuer amerikanischer Präsident: Ronald Reagan → Aufrüstung, „Sicherheitsglocke“, „Die Sowjetunion ist der Hort des Bösen“

Ära Gorbatschow

- Wandel (Politik des neuen Denkens – Perestroika (Wandel) – Glasnahost (Offenheit))
- Vorrangiges Ziel: ineffektive „Kommandowirtschaft“ (Planwirtschaft) reformieren
o Aber: Beinbehaltung der kommunistischen Partei
o Mobilisierung der reformwilligen Kräfte
- Glasnahost → Ermöglicht gewisse Meinungsfreiheit (greift Missstände auf)
- Eigendynamik entwickelt sich (und schießt über Gorbatschows Ziele hinaus)
- Neue Denkweisen: wiederaufflammendes Nationalgefühl
o Ausschreitungen zwischen aserbaidschanischen, moslemischen Fundamentalisten und christlichen Armeniern
o Unabhängigkeitsbewegung der 3 baltischen Staaten (Litauen, Lettland und Estland) → treffen auf Widerstand (11.3.1990)
- Verfassungsänderungen:
o Ein radikalreformistischer Flügel geht hervor: Boris Jelzin (wird 1990 mit 90% zum Vorsitzenden des Obersten Sowjets gewählt)
o Verfassungsänderungen (1988): eig. Position stärken + Demokratisierung (mit dem Ziel die Gegenpole auszugleichen)
o Kern der Reform: Kongress der Volksdeputierten (weitgehend demokratisch gewähltes Parlament)
o Dieser Kongress ist das höchste gesetzgebende Organ der UdssR und bestimmt/wählt das oberste Sowjet, dass nun nicht mehr nur ein Scheinparlament ist (und dem Kongress verantwortlich)
o Weiterer Schritt: Einführung des Präsidialsystems (starke Führung wird gebraucht → große Vollmachten (vgl. Weimar))
o Ab 1995: Präsident direkt und demokratisch wählen!
- neue Außenpolitik:
o radikale Wende
o neue Ära der Ost-West-Beziehungen
o aus wirtschaftlichen Gründen an Rüstungsbeschränkungen interessiert
o Wandel des Bildes im Westen von der UdssR: zahlreiche Gipfeltreffen
o Abbau von Feindbildern
o Bruch der Zwei-Lager-Theorie und des Breschnew-Doktrins
o Rückzug der Truppen aus Afghanistan
o Abbruch der sowjetischen Atomtests
o Verhandlungen über konventionelle Abrüstung + Verschrottung der Atomraketen (INF-Vertrag 1987)
- Folgen: Revolutionen in Osteuropa
o Demokratisierungsprozesse; Liberalisierung der osteuropäischen Staaten
o in Polen, Ungarn, der CSR und DDR friedlich
o in Rumänien: Bürgerkrieg
o am Rande des KSZE-Gipfeltreffens: Staaten der NATO und des Warschauer Paktes ziehen einen Schlussstrich (Freundschaft statt Feindschaft)
o Charta von Paris (21.11.1990)
o Beendigung d. kalten Kriegs, neue europäische Friedensordnung
- Auflösung des Warschauer Paktes in Prag (offiziell) am 1.1.1991

Wiki-Autor:

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Name: Malek Josef M.
Alter: 21
Fach: Biologie, Chemie, Deutsch, Geschichte, Mathematik, Physik
Ort: Gießen
Preis: 17,00 €
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Qualifikation:
verifiziert

Integrität:
verifiziert
Was mir am Nachhilfeunterricht geben Spaß macht:

«Der ist der beste Lehrer, der sich nach und nach überflüssig macht.» George Orwell

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