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Geschichte: Friedrich I. Barbarossa (ca. 1122 - 1190)

Friedrich I., genannt „Rotbart“ (Barbarossa), war einer der bekanntesten mittelalterlichen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (HRRDN). Er gehörte dem Adelsgeschlecht der Staufer an. Besonders über Barbarossas Herrschaftsverständnis und die Machtkämpfe innerhalb des Reiches gibt es viel zu wissen.

Im Folgenden jedoch erst einmal die wichtigsten biografischen Informationen zu Friedrich Barbarossa in Kürze:

ca. 1122:
Geboren als Sohn einer welfischen Mutter und eines staufischen Vaters. Sein Onkel war König Konrad III.

1152:
Wahl zum deutschen König. Geschickt erreicht er die Wahl durch die kirchlichen und weltlichen Fürsten,indem er ihnen großzügige Wahlversprechen macht.

1156:
Mit der Rückgabe Bayerns an Heinrich den Löwen (Welfe) beendet er den Streit, der seit langem
zwischen Staufern und Welfen um die Macht im Reich tobt.

1155:
Friedrich I. wird auf seinem ersten Italienzug vom Papst zum Kaiser gekrönt.

1156:
Mit der Rückgabe Bayerns an Heinrich den Löwen (Welfe) beendet er den Streit, der seit langem
zwischen Staufern und Welfen um die Macht im Reich tobt.

1157:
Friedrich I. wird auf seinem ersten Italienzug vom Papst zum Kaiser gekrönt.

1158-1162:
Auf seinem zweiten Italienzug unterwirft Friedrich I. die lomabardischen Städte (in Norditalien), die sich eigenständig politisch verwalten wollten. Mailand wird 1162 zerstört.

1159-1177:
Papst Hadrian IV. stirbt 1159. Da es noch keine Regelungen zur Wahl eines neuen Papstes gibt, werden
zwei Päpste gleichzeitig gewählt. Es kommt zum Schisma (Spaltung der Kirche unter zwei
konkurrierenden Päpsten). Der langwierige Streit um den rechtmäßigen Papst wird mit dem Frieden von
Venedig 1177 beendet und Alexander III. wird neuer Papst.

1183:
Frieden von Konstanz. Nach langen Verhandlungen und erneuten Kämpfen muss Friedrich I. den
lombardischen Städten Autonomie (Eigenständigkeit in vielen politischen Bereichen) zugestehen.

1178:
Krönung Friedrichs I. in Arles zum König von Burgund. Nachdem er bereits Beatrix von Burgund
geheiratet hatte, bedeutete diese Krönung eine Erweiterung seiner Macht und des Reiches.

1180:
Die Aussöhnung zwischen Welfen und Staufern von 1156 hielt nicht an. Heinrich der Löwe (Welfe)
strebte nach immer größerer Macht im Reich. Mit der Urkunde von Gelnhausen (1180) verliert Heinrich
der Löwe nach langen Kämpfen weite Teile seiner Gebiete und wird aus dem Reich verbannt.

1186:
Friedrich I. verheiratet seinen Sohn Heinrich mit Konstanze von Sizilien. Damit legt er den Grundstein für eine Machterweiterung des Reiches in Süditalien, die unter seinem Enkel Friedrich II. (1194-1250) das größte Ausmaß erreichte.

1190:
Friedrich I. stirbt während des Dritten Kreuzzuges. Sehr wahrscheinlich ertrank er im Fluss Saleph in der heutigen Süd-Türkei.

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