Latein: Wie war das römische Heer aufgebaut?
- Datum: 11.08.10
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Thematische Einordnung:
Grobe Beschreibung
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Grundsätzlich bestand das römische Heer aus Legionen, die wiederum aus Kohorten, die wiederum aus Zenturien, die wiederum aus Manipeln (“eine Handvoll”). Ursprünglich musste jeder Soldat für seine Ausstattung, Bewaffnung und Rüstung selbst aufkommen. Er musste – zumindest bis zum Beginn unserer Zeitrechnung – römischer Bürger sein und lesen und schreiben können.
“Ritter” (eques, also “Reiter”), also Angehöriger der Reiterei, war jemand, der es sich leisten konnte, für sein Pferd und die dazugehörige Ausstattung selbst zu sorgen. Naturgemäß gab es also weit weniger Reiter als Fußsoldaten. (Und “Ritterstand” war auch als politischer Begriff der Stand der Besitzenden.)
Als die Reiterei dann ein fester Bestandteil des Heeres wurde (anfänglich waren das überwiegend Hilfstruppen) wurde die Reiterei aufgeteilt in “alae” (Abteilungen) und die wiederum in “turmae” (Schwadronen). Alle Abteilungen wurden durchnumeriert, hatten ein Feldzeichen (signum) und hatten oft Beinamen. An den Feldzeichen, die oft prachtvoll ausgestaltet waren, prangten scheibenförmige – heute würden wir sagen: Medaillen – kunstvoll verzierte Orden. Sie bezeugten die gewonnenen Siege der Einheit und sollten die Kampfkraft stärken.
Eine nähere Beschreibung, wie das Heer aussah, würde völlig unterschiedlich ausfallen, je nach dem, von welcher Zeit man spricht. Es war ein von oben nach unten funktionierendes System; den Rang des “Centurio” (Hauptmann einer Hundertschaft) musste man sich beispielsweise schwer verdienen. Es bestand gleichzeitig – zumindest vom Ideal her – ein Vertrauensverhältnis zwischen Hauptmann und Soldaten. Es wurde innerhalb der Einheit eine Art “Wir-Gefühl” kultiviert, u.a. auch durch die Feldzeichen.
Der geläufigste Begriff, die “Legion”, umfasste maximal 6000 Soldaten, unterteilt in zwölf Kohorten. Eine solche Truppenstärke war aber oft gar nicht aufrechtzuerhalten, und in Friedenszeiten wurden oft ganze Legionen vorübergehend aufgelöst. (Irgendjemand musste ja auch die Felder bewirtschaften.)
Literaturtipps & verwendete Quellen:
Connolly, Peter: Ein römischer Legionär
Connolly, Peter: Ein römischer Reiter – beides Bildbände, vermutlich vergriffen
Wiki-Autor:
| Name: | Michael T. |
| Alter: | 53 |
| Fach: | Englisch, Latein |
| Ort: | Stuttgart |
| Preis: | 14,20 € |
Meine Lehrer und mein Vater haben mich sehr gefördert.1983 kam ich ohne Beruf nach Stuttgart zurück und fing mit Nachhilfe an, einfach weil es das war, was ich am besten konnte.Gerne denke ich mir auch "alternative" Lernmethoden oder -konzepte aus.
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