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Latein: Anregungen für ein Zeitmanagement vor und während Lateinprüfungen

Der ursprüngliche Titel dieses Artikels lautete “Tempus fugit” – auf deutsch: die Zeit eilt davon, sie rast – und ehe ich mich’s versehe, ist wieder Klassenarbeit.

Das heißt: NACH der Klassenarbeit ist VOR der Klassenarbeit. Wenn ich Latein also nicht “mit links” schaffe, muss ich mich also ständig azf dem Laufenden halten, beim Vokabellernen und mit den grammatischen Themen.

Gerade in unserer “G8-Zeit” (ich verkneife mir hier einen wertenden Kommentar!) preschen viele Lehrer durch den Stoff, sind selbst in ein enges “Zeit-Korsett” eingezwängt und überlassen den Schülern oft den Stoff mit den Worten “Lernt das mal.”
Dabei bleiben – gerade in den neuen Büchern – so viele Fragen unbeantwortet…

Bitte beachten: Wer diesen Artikel liest, muss mit Nebenwirkungen rechnen, sei es, er verliert den Mut (nicht so gut – bitte Kontakt zu einem liebevollen Menschen aufnehmen!) oder er nimmt sich vor, mehr für Latein zu tun (was, steht weiter unten!) oder er fasst sich ein Herz und fragt seinem Lehrer Löcher in den Bauch (was der verkraften muss, denn zu seinem Beruf gehört nun mal auch das Beantworten von Fragen!)

Es geht los:

L – Lerne Deine Wörter und Formen regelmäßig

Am besten jeden Tag zu einer bestimmten Zeit. Wenn Du magst, lass Dich abfragen von einem Menschen, der nicht unter Druck steht! (Vokabeln bitte auch deutsch-lateinisch lernen, weiter unten steht, warum!)

Formen kannst Du sehr gut auch im Laufen lernen, z.B. Aktiv laufe ich vorwärts, der rechte Fuß beginnt, wenn ich Rechtshänder bin (sonst andersherum.)

Pro Form laufe ich einen Schritt vorwärts – amo, amas, amat, amamus ,amatis, amant – mache kehrt und beginne von neuem. (Passiv laufe ich rückwärts, und Links beginnt.Der Hintergrund ist: Passiv geht von der Erfahrung aus, dass es Kräfte gibt, die mich zurückdrängen, die stärker sind als ich, von denen ich mir etwas “gefallen lassen muss” – und genaui das heißt ja “Passiv”.

Auch Stammformen lassen sich in Bewegung gut lernen: monere – moneo, monui, monitum.

Auf Besonderheiten achten: monere hat ein langes e.

A – Achte auf jeden Buchstaben!

So gut wie jede/ jeder hat bestimmte Wörter, die er leicht verwechselt. Es gibt ein Büchlein (siehe Literaturhinweise), mit dem man das Unterscheiden trainieren kann – weil aber jeder anders ist, ist diesem Problem einfach nicht “pauschal” beizukommen.
Und das genau ist der Grund, warum wir Wörter auch Deutsch-Lateinisch lernen sollen: pugnare (von pugna – die Faust) und putare (eigentlich “rechnen”) fühlen sich einfach im Mund unterschiedlich an, wenn wir sie jeweils aussprechen. (Am besten bilden wir kleine Sätzchen dazu: “Puto Damianum idiotam esse” – und üben ganz nebenbei den ACI damit.)
Oder vis, vim, vi f.(Plural vires) die Kraft (wie das Putzmittel “Vim”) im Gegensatz zu vir, viri m. der Mann. Wenn Du genau hinschaust, gibt es keine einzige gleiche Form, die bei beiden Substantiven vorkommt. Wie auch? vis ist i-Deklination und vir ist o-Deklination.

Wenn Du willst, leg Dir eine kleine Liste mit Wörtern an, die Du “gerne” verwechselst – das kannst wirklich nur Du tun. Schreib Dir dann eben kleine Sätzchen dazu oder sonstige Merkhilfen.

T – Trainiere täglich mindestens fünf Minuten

Der Komponist und Pianist Liszt soll gesagt haben: “Wenn ich einen Tag lang nicht übe, höre ich den Unterschied; übe ich zwei Tage lang nicht, hört ihn meine Frau; bei drei Tagen hört ihn das Publikum.” Das heißt im Klartext: Schon eine Vier (zu deutsch: ausreichend) heißt, mit etwas mehr Übungsaufwand könntest Du besser sein, Deine Leistung reicht gerade mal so hin.
Es gibt Menschen, die üben vor der Klassenarbeit die Nacht durch und legen dann ganz passable Ergebnisse hin (vergessen das Gelernte aber auch schnell wieder.) Ich will das nicht abwerten, aber Sprachen brauchen wie Haustiere oder Pflanzen regelmäßige Pflege. Ein stabiles Fundament braucht eben Zeit.
Deswegen rate ich aus meiner eigenen Erfahrung als Hobby-Musiker zu möglichst täglichem Üben. Du kannst Deklinationen üben (siehe hier im Wiki den Artikel “Die Wochentagsdeklinationen”) oder Verbformen. Es geht einfach um ein sicheres Fundament für das Neue, was danach als Stoff dazukommt. Bitte nicht mehr als dreißig Minuten am Stück lernen oder üben, auch nicht vor der Klassenarbeit! Danach kannst Du ohnehin nicht mehr viel aufnehmen (man nennt das dann “over-learned.”)

E – Erst verstehen, dann übersetzen!

Jetzt sitzt Du also vor Deiner Klassenarbeit. Du hast ordentlich gefrühstückt und Dir nochmal von Deinen Eltern bestätigen lassen, dass Du o.k. bist, egal welche Note Du heimbringst.
Du hast ausreichend Notizpapier mitgebracht, eine Stoppuhr (oder Vergleichbares) und etwas zu Trinken(!)

Du liest das Blatt aufmerksam durch:
Zwölf Zeilen Übersetzung und fünf Fragen über Augustus und seine Zeit.

Angenommen, Du hast 45 Minuten Zeit. Auf die Sachfragen bis Du gut vorbereitet, die schaffst Du in zehn Minuten.
Bleiben noch 35 Minuten.

Wenn Du dazu neigst, nach etwa zehn Minuten die Konzentration zu verlieren, fang mit dem an, was Dir eher schwer fällt. Und: Gut durchatmen und trinken! Du bringst eine Leistung, wie im Sport, die Kraft, Ausdauer und Konzentration verlangt!

Jetzt teilst Du die verbleibenden 35 Minuten – Deine Uhr darf nicht nachgehen! – durch die Anzahl der Sätze! (nicht der Zeilen) Nehmen wir an, es sind sechs Sätze, dann hast Du pro Satz fünf Minuten Zeit. Bitte abrunden! Ein Satz geht immer von Punkt zu Punkt. Ein Strichpunkt beendet einen Satz nicht.
Wenn über Deinem Übersetzungstext eine Einführung auf Deutsch steht, lies die nochmals aufmerksam durch. Sie gibt Dir Hinweise auf die handelnden Personen und die Örtlichkeiten. Auch die VokabelANGABEN lies aufmerksam. Wenn Du möchtest, markiere sie Dir deutlicher im Text.
Wenn Dir zu den einzelnen Sätzen spontane Einfälle kommen, was sie bedeuten können, schreib Dir diese auf, ABER NICHT AUF DEIN REINSCHRIFTBLATT! Nimm dazu ein extra Blatt – ich nenne das “Nacherzählung”, oft erkennen Schüler Dinge spontan richtig; wenn denn die Fülle der lateinischen Endungen “über sie hereinbricht”, kommen sie aus dem Konzept und fangen nochmal bei Null an. Dann gehen kleine Unterschiede wie zwischen “vires” und “viros” schnell verloren.

Und jetzt das Entscheidende: erst verstehen, dann übersetzen! Du darfst (frag zuvor Deinen Lehrer!)frei übersetzen, wenn dadurch der Sinn, den Du nach Prüfung aller Formen richtig erkannt hast, auf Deutsch besser zum Ausdruck kommt. Wenn aber das, was herauskommt, keinen Sinn ergibt, wird er sich auch durch überstürztes Übergehen aller Endung nicht einstellen – was herauskommt, wird ein Wort- und Sinnsalat sein. Bitte halte auch stur die Reihenfolge P – S – O – R ein. (Prädikat – Subjekt – Objekt a)Akkusativ, b) Dativ – Rest) ein. Wenn Du ein Wort nicht kennst, was zum Rest behört, lass es vorläufig weg. Überhaupt gilt: Beiß Dich nicht fest, nach fünf Minuten kommt der nächste Satz – vielleicht kann der Dir etwas erklären, was im Satz davor wirr erschien.

  • Du kannst bei einem lateinischen Prädikat meistens nach dem selben Fall fragen wie im Deutschen:
    vidit – er sah. W e n sah er? Jetzt suchst Du den Akkusativ im Satz, es kann auch ein unscheinbares “quod” (hier: Akkusativ Neutrum – dieses) sein.

I – Immer fragen, wenn Du nicht verstanden hast!

Ich kann nur hoffen, dass Euer Lehrer mit Euch eine gründliche Besprechung der letzten Arbeit gemacht hat. Und wenn Du an einer Stelle das Gefühl hattest, Dir sei etwas noch nicht restlos klar, dann hast Du ihn hoffentlich gefragt.
Sprachen lernen läuft nämlich über Zuwendung, und wie willst Du etwas später richtig machen, wenn Du gar nicht weißt, worin Dein Fehler lag? Und jetzt fällt Dir wieder ein: aha, er hat doch gesagt: (zum Beispiel) Genitiv mit est kann heißen: “gehört zu, ist ein Zeichen von”.Dann muss also “boni viri est” heißen…

Wenn Dein Lehrer signalisiert, dass er keine Geduld, keinen Nerv oder keine Zeit hat, Deine Frage zu beantworten, dann frag Deine Kameraden, Deinen Opa, Deinen Nachhilfelehrer ODER STELL SIE HIER INS WIKI! I am sure anyone of us will be glad to answer your question! The world craves (desperately needs) people who ask questions.

So: genug gesülzt. Last, not least:

N – Nur die Ruhe!

Du tust Dein Bestes. Atme gut durch. Gute Noten sind etwas Schönes, aber sie sind nicht das Leben. Du lernst durch das Leben, und Fehler gehören dazu.

Bene eveniat!

Wiki-Autor:

Michael T.
Name: Michael T.
Alter: 56
Fach: Deutsch als Fremdsprache, Latein, Musiktheorie
Ort: Stuttgart
Preis: 14,20 €
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Qualifikation:
verifiziert

Integrität:
-
Was mir am Nachhilfeunterricht geben Spaß macht:

Meine Lehrer und mein Vater haben mich sehr gefördert.1983 kam ich ohne Beruf nach Stuttgart zurück und fing mit Nachhilfe an, einfach weil es das war, was ich am besten konnte.Gerne denke ich mir auch "alternative" Lernmethoden oder -konzepte aus.

Was mir am Nachhilfeunterricht geben Spaß macht:

Meine Lehrer und mein Vater haben mich sehr gefördert.1983 kam ich ohne Beruf nach Stuttgart zurück und fing mit Nachhilfe an, einfach weil es das war, was ich am besten konnte.Gerne denke ich mir auch "alternative" Lernmethoden oder -konzepte aus.

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