Latein: Zur Geschichte der lateinischen Sprache
- Datum: 14.04.09
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Thematische Einordnung:
Überblick über die Perioden der lateinischen Sprache und Literatur
- Tags: Sprachgeschichte
I. Das vorliterarische Latein (ca. 6. bis 4. Jh. v. Chr.)
Das Latein ist zu Beginn seiner Überlieferung nur spärlich bezeugt. Die Sprache der ältesten Inschriften unterscheidet sich sehr stark vom klassischen Latein; sie ist aber auch noch altertümlicher als das literarische Altlatein.
Inschriften
- Der ‘Lapis niger’, eine Foruminschrift: älteste stadtrömische Inschrift (etwa 6. Jahrhundert)
- Die “Duenosinschrift” auf einem Drillingsgefäß, etwa 5. Jahrhundert
- Reste der ältesten Gesetzessprache:
Die Salierlieder (‘carmina Saliaria’):
Lieder der Priesterschaft der Salii bei Aufzügen im März und Oktober, begleitet von einem Waffentanz. Versmaß: der Saturnier. Sie sind vielleicht im 5. Jhdt. entstanden und nur mangelhaft überlieferte Bruchstücke in Zitaten antiker Grammatiker (Varro, 1. Jhdt. v Chr.; Q. Terentius Scaurus, hadrianische Zeit) erhalten.
Das Vulgärlatein und die romanischen Sprachen
A.
Vulgärlatein ist die gesprochene, kaum oder gar nicht von Schule und Literatur beeinflusste volkstümliche Umgangssprache. Auch während der literarischen Blütezeit gab es stets neben der Hoch- und Schriftsprache die verschiedenen Spielarten volkstümlicher Umgangssprache, die eigentlich lebendige, sich stets weiter entwickelnde Sprache des Alltags, vonder allerdings naturgemäß kaum schriftliche Zeugnisse vorliegen. Beispiele enthalten etwa die Dialoge in den Komödien desPlautus (um 200 v. Chr.), die “Cena Trimalchionis” aus dem “Satyricon” des Petron (1. Jh. n. Chr.), die “Appendix Probi” (nach 200 n. Chr.?), die Schrift des Grammatikers Consentius (ca. 5. Jh. n. Chr.), außerdem auch Inschriften, neben den Graffiti aus Pompeji und Herculaneum (1. Jh. n. Chr.) besonders die aus verschiedenen Zeiten stammenden sogenannten Verfluchungsinschriften.
B.
Das von den römischen Legionen, den römischen Beamten und Händlern in das gesamte römische Imperium getragene, von vielenals zweite Sprache gesprochene Vulgärlatein, eine weder in sozialer noch lokaler Hinsicht besonders einheitliche Sprache, bildet die Grundlage für die romanischen Sprachen.
Die regionalen Sprachunterschiede innerhalb des späten Vulgärlateins vertiefen sich etwa vom 5./6. Jh. an zunehmend. Durch die karolingische Renaissance des Schriftlateins (8./9. Jh.; Alkuin) zeigt sich zum ersten Mal, dass eine nicht mehr zu überbrückende Kluft zwischen einer das Vulgärlatein fortsetzenden romanischen Volkssprache (hier: das Altfranzösische, 9, Jh.) und der lateinischen Schriftsprache entstanden ist.
Literaturtipps & verwendete Quellen:
Engelmann, W.: Bibliotheca scriptorum classicormn. Umfassend die Literatur von 1700-1878. Neu bearb. von E. Preuss. Abteilung 1: Scriptores Graeci. Abteilung 2: Scriptores Latini. Leipzig (8)1880-82. (Nachdr. Hildesheim 1959).
Klussmann, R. : Bibliotheca scriptorum classicorum et Graecorum et Latinorum. Die Literatur von 1878 bis 1896 einschließlich umfassend. Band 1, T. 1.2: Scriptores Graeci. Band 2, T.1.2: Scriptores Latini. Leipzig 1909-13. (Nachdr. Hildesheim 1961).
Bibliotheca philologica classica. Beiblatt zum Jahresbericht über die Fortschritte der klassischen Altertumswissenschaft. (Vgl. 1c). Band 1-65. Leipzig 1874-1938. (Verzeichnis der auf dem Gebiet der klassischen Altertumswissenschaft erschienenen Bücher, Zeitschriften usw.; jährliche Berichte).
Lambrino, S.: Bibliographie de l’antiquité classique 1896-1914. P.1: Auteurs et textes."Paris 1951. (Collection de bibliographie classique.).
Marouzeau, Jean: Dix années de bibliographie classique. Bibliographie critique et analytique de l’antiquité gréco-latine pour la période 1914-24. Vol. 1.2. Paris 1927-28. (Nachdr. Paris 1969). (Collection de bibliographie classique).
L’Année philologique. Bibliographie critique et analytique de l’antiquité gréco-latine. Publié par Jean Marouzeau. T. 1 (1924) ff. Paris 1928 ff. (jährliche Berichte).
Bibliographische Beilage zum Gnomon. (vgl. 1c). Berlin, München 1925 ff. (vierteljährliche Berichte).
1b) nach Sachgebieten und Autoren:
Cousin, J: Bibliographie de la langue latine. 1880-1948. Paris 1951.
Herescu, N.J.: Bibliographie de la littérature latine. Paris 1943.
Nairn, J.A.: Classical Handlist, Oxford 31953.
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Wiki-Autor:
| Name: | Hartmut G. |
| Alter: | 53 |
| Fach: | Deutsch, Griechisch, Latein, Spanisch |
| Ort: | |
| Preis: | 14,20 € |
Ich habe Freude daran, Kindern (und Erw.) helfen zu können und zu sehen, wie sie in der Schule auch etwas erreichen können. Ich arbeite im Unterricht viel mit Bildern. Ich ging selbst gern zur Schule.
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