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Pädagogik: Montessoripädagogik

In Maria Montessoris Hauptwerk „Il metodo della pedagogia scientifica” unternimmt die italienische Ärztin und Pädagogin den Versuch, ihre Sicht auf die kindliche Entwicklung und die in ihren Kinderhäusern angewandten Unterrichtsmethoden wissenschaftlich zu begründen. Das erstmalige Erscheinen einer Urfassung ihres Werkes 1909 war ausschlaggebend für das Bekanntwerden und Übernehmen der Montessori-Methode; zunächst in der italienischen Lehrpraxis und bald darauf auch jenseits der Grenzen Italiens.

In einer 1926 grundlegend überarbeiteten und erweiterten Ausgabe, welche unter dem Titel „La scoperta del bambino“ (dt. „Die Entdeckung des Kindes“) erschienen ist, definiert Montessori Erziehung als „die aktive Hilfe bei der normalen Ausbreitung des Lebens“ , wobei der Erzieher im Besonderen die Entwicklung des Kindes und die vom Kind ausgehende Potentialität (=Fähigkeit) seines Geistes respektieren müsse. In diesem Sinne begreift Montessori die kindliche Entwicklung als eine endogene (=innere) Tatsache, die von außen (=durch das erzieherische Umfeld) zwar gestützt, jedoch nicht beeinträchtigt und beeinflusst werden dürfe. Die optimale Entwicklung beruht demnach auf einer dem Kind zukommenden Handlungsfreiheit, die es ihm ermöglicht, seine „schöpferische Spontaneität“ ohne Hindernisse geltend zu machen.

Ihr zufolge baut sich das Kind auf der Basis seiner von der Welt gewonnenen Eindrücke eine ihm eigene „seelische“ Welt auf. Diese seelische Welt konstruiert sich das Kind selbst durch selektive Aufnahme und Reproduzierung äußerer Reize. Die Entscheidungen, welche das Kind bei der Aneignung seines Umfeldes trifft, richten sich dabei an seinen individuellen Entwicklungsstand, dessen sich das Kind selbst besser bewusst ist als der Erzieher. Es ist bis hierher und für die weiteren Überlegungen Montessoris bezeichnend, dass sich das Kind ohne direktes Eingreifen eines Erwachsenen seiner kognitiven Entwicklung entsprechend selbst bildet.

Insofern beschränkt sich die Aufgabe des Erziehers in der Montessoripädagogik auf das Ernstnehmen der kindlichen Entwicklung als Prozess des Selbstaufbaus. Montessori geht dabei von der kindlichen Bereitschaft zur Entwicklung seiner Anlagen aus. Die Prämisse (=Voraussetzung), die sie aufstellt, formuliert sie wie folgt: „(…) es (das Kind) wächst, weil sich das potentielle Leben in ihm entfaltet, indem es sich artikuliert, weil der fruchtbare Keim, aus dem sein Leben entsproß, sich weiterentwickelt gemäß der durch Vererbung in ihm festgelegten biologischen Bestimmung.“ (Zitat nach: Montessori, Maria (1984). S. 70).

Da diese biologische Bestimmung des Kindes Freiheit erfordert, erachtet Montessori jede Bestimmung und Determination (=Eingrenzung) des kindlichen Erfahrungsraumes als hinderlich. Ihr geht es ferner darum, die verborgenden Bedürfnisse des Kindes wissenschaftlich erarbeiteten Methoden voranzustellen, um dem Kind das Beste zu bieten.

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Name: Désirée R.
Alter: 23
Fach: Englisch, Latein, Mathematik, Pädagogik, Philosophie
Ort: Essen
Preis: 14,20 €
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