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Philosophie: Griechisch-othodox und russisch-orthodox - der Unterschied

“orthodox” ist griechisch und heißt “recht-gläubig”, “der rechten Lehre folgend”.

Die allererste christliche Kirche war meines Wissens die römische, katholische (“weltumspannende”). Der römische Kaiser benannte als Papst einen Mann, der ihm ergeben war, um so am ehesten eine Allianz zwischen weltlicher und geistlicher Macht zu erreichen. Nun gab es ja ab etwa 400 nach Christus zwei römische Reiche mit zwei Kaisern: Rom war die Hauptstadt Westroms (495 v. Chr. durch die Ostgoten erobert) und Konstantinopel (Byzanz) die Hauptstadt Ostroms (1495 n. Chr. durch die Osmanen erobert.) Das oströmische Reich – und mit ihm die “Ostkirche” – konnte sich auf die griechische Kultur stützen (die ja viel älter war als die der Römer) und war vom Reichsgebiet her größer. Der weitaus größere Teil der Bevölkerung hatte Griechisch als Muttersprache, Latein war hauptsächlich Verwaltungssprache. Die römische Kirche versuchte auch auf der religiösen Ebene zu “dominieren”, meines Wissens kam es zu ersten offenen Unstimmigkeiten, als es um die Restaurierung der “Grabeskirche” in Jerusalem ging. Mag sein, dass die Ostkirche mit ihrem orientalisch beeinflussten Hang zu Prunk der römischen Kirche zu viel Geld abverlangen wollte – man wollte diese religiösen Baudenkmäler urspünglich gemeinsam finanzieren.

Auf einem Konzil (d.h. einer Versammlung der höchsten Kirchenvertreter) wurde schließlich der Bruch zwischen der römischen und der orthodoxen Kirche vollzogen. Die orthodoxe Kirche erkannte somit den Papst nicht mehr als Stellvertreter Christi an. Bis heute sind “Patriarchen” die Kirchenoberhäupter der jeweiligen Kirchen: es gibt eine griechisch-orthodoxe, serbisch-orthodoxe, syrisch-orthodoxe, rumänisch-orthodoxe und russisch-orthodoxe Kirche, auch Zypern hat einen eigenen Patriarchen. Ein Patriarch ist ein “väterlicher Herrscher”.

Die liturgische Sprache der russisch-orthodoxen Kirche ist Kirchenslawisch, eine urtümliche Form des Russischen, die liturgische Sprache der griechisch-orthodoxen ist Altgriechisch. Das Neue Testament wurde ja in seiner ersten schriftlichen Fassung auf Altgriechisch (der sogenannten koine) geschrieben. Die russische Schrift ist bis heute stark von der griechischen beeinflusst, der Name “kyrillisch” geht auf einen Bischof Kyril zurück, der vermutlich aus Konstantinopel kam.

Alle orthodoxen Kirchen sind im Prinzip noch konservativer als die katholischen, wollen von Frauen im Priesteramt überhaupt nichts wissen (also wirklich “patriarchalisch”) und bestehen auf ihrer Eigenständigkeit.

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Name: Michael T.
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Fach: Latein
Ort: Stuttgart
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Was mir am Nachhilfeunterricht geben Spaß macht:

Meine Lehrer und mein Vater haben mich sehr gefördert.1983 kam ich ohne Beruf nach Stuttgart zurück und fing mit Nachhilfe an, einfach weil es das war, was ich am besten konnte.Gerne denke ich mir auch "alternative" Lernmethoden oder -konzepte aus.

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