Rechnungswesen: Was ist Betriebsnotwendiges Vermögen?
- Datum: 16.10.09
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Thematische Einordnung:
Internes Rechnungswesen
- Tags: betriebsnotwendiges_Vermögen
Was ist Betriebsnotwendiges Vermögen?
- kalkulatorisch abschreibungsberechtigt ist nur das betriebsnotwendige AV
• also nicht: Wohnhäuser im Unternehmen o.ä. (dies wäre neutraler Aufwand der FiBu)
kalkulatorische AfA:
- KLR
- nur betriebsnotwendiges AV
pagatorische AfA
- FiBu
- alle Vermögenswerte
Abschreibungsbasis: Grundlage, auf der die Abschreibungssumme zu verteilen ist
Abschreibungsverfahren: Modus für die Verteilung der Abschreibungssumme:
- Unterschiede könnten sich ergeben, weil das KLR-Verfahren steuerlich nicht zulässig ist (oder andere bilanzpolitische Motive)
- Mengenabschreibung:
AKo : 80.000 Euro Mengenabschreibung auf 400.000 km:
Abschreibungssatz:
AKo : Leistungsmenge
80.000 : 400.000 = 0,2
Abschreibungsrate:
Gefahrene km der Periode * Abschreibungssatz
86.400 * 0,2 = 17.280
Kalkulatorische Zinsen
Def. Kalkulatorische Zinsen: Kosten für die Nutzung des im Leistungsprozess eingesetzten Kapitals.
Unterschied zwischen FK-Zinsen in der FiBu und den kalkulatorischen Zinsen der KLR:
1. in den pagatorischen Zinsen wird lediglich das FK verzinst, in der KLR das gesamte Kapital, ohne Rücksicht auf Eigen- oder Fremdfinanzierung, oder EK/FK-Verhältnis.
2. Art der Kapitalverwendung hat keinen Einfluss auf die Höhe der pagatorischen Zinsen, in der KLR dürfen kalkulatorische Zinsen jedoch nur auf das in den betriebsnotwendigen Vermögensteilen gebundenen Kapitals (betriebsnotwendiges Kapital) berechnet werden.
3. Den pagatorischen Zinsen liegen mehrere unterschiedlich hohe Zinssätze vor, für die Ermittlung der kalkulatorischen Zinsen verwendet man einen einheitlichen Zinssatz.
Ermittlung des betriebsnotwendigen Kapitals
- zur Ermittlung des betriebsnotwendigen Kapitals geht man von der Aktivseite der Bilanz aus (AV/UV), da die Passivseite (EK/FK) nichts über die Kapitalverwendung aussagt.
- Aus den Vermögensgegenständen sind diejenigen auszusondern, die nicht dem Zweck der Leistungserstellung dienen.
- Bewertung der Vermögensgegenstände zu Tagesbeschaffungswerten
- Bewertung der abnutzbaren Güter zu kalkulatorischen Restwerten (anstelle der Buchwerte aus der FiBu), Restwertmethode, Durchschnittsmethode (Durchschnitt von Anschaffungs- und Wiederverkaufswert)
- Ermitteltes betriebsnotwendiges Vermögen dient als Grundlage für den Ansatz der kalkulatorischen Zinsen
- Vorher Subtraktion des Abzugskapitals, das dem Unternehmen zinsfrei zur Verfügung steht (z.B.: Vbl aus L/L, Kundenanzahlungen, kurzfristige Rückstellungen), jedoch kritisch (Kosiol: “verdeckte Verzinsung” z.B. über Warenpreis).
Kalkulatorische Wagnisse:
- kalkulatorische Berücksichtigung ungewöhnlicher, regelloser und nicht vorhersehbaren betrieblichen Aufwendungen
Wiki-Autor:
| Name: | Matthias W. |
| Alter: | 40 |
| Fach: | Betriebswirtsch |
| Ort: | Wiesbaden |
| Preis: | 14,20 € |
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