Sozial- / Gemeinschaftskunde: Phobien
- Datum: 02.09.10
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Thematische Einordnung:
Psychologie
- Tags: Psychologie
Eine Phobie (griech. „phobos“ = Furcht) ist eine (extreme) Furcht oder Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen, die das persönliche Verhalten (stark) einschränkt. Dabei muss die Gefahr für diese Angst gar nicht real vorliegen, die Vorstellung davon genügt unter Umständen schon.
Ursachen für Phobien oder deren Verstärkung können tatsächliche, vergangene Angsterlebnisse oder kindliche Erlebnisse und Ängste sein.
Diese Objekt- oder Situationsangst lässt sich wissenschaftlich auf eine innere Triebgefahr oder Triebangst bzw. einer Angst vor dem Triebdurchbruch und seiner Befriedigung an einem Objekt erklären. Dabei erfolgt eine Verschiebung von dem ursprünglichen Triebobjekt auf das angststiftende Ersatzobjekt oder die Ersatzsituation. Hat man z.B. eine Spinnenphobie, so lässt sich diese neurotische Furcht nicht allein durch die Existenz von Spinnen ursächlich erklären. Dafür muss man tiefer in die Trieb- und Bedürfnisebenen eines Menschen eindringen.
Grundsätzlich können alle Objekte und alle Situationen Phobien auslösen, mit Angst belegt werden. Demzufolge sind Phobien, bezogen auf den Inhalt und Gegenstand, sehr zahlreich. Einige sollen genannt werden.
- Agoraphobie = Platzfurcht, Angst vor freien Plätzen
- Agaraphobie = Angst angefasst zu werden
- Agraphobie = Angst vor sexuellem Missbrauch
- Abluthophobie = Angst vor Waschen und Baden
- Akarophobie = Insektenfurcht
- Aerophobie = Flugangst und Furcht vor schlechter Luft
- Klaustrophobie = Platzangst in engen, geschlossenen Räumen
- Erythrophobie = Angst vor dem Erröten
- Akrophobie = Höhenangst
- Algophobie = Angst vor spitzen Gegenständen
- Xenophobie = Angst vor dem Fremden, Unbekannten, nicht Gewohnten (Menschen und Situationen)
Quelle/Literatur:
- Dorsch, Friedrich, u.a. (Hrsg.), Psychologisches Wörterbuch, Verlag Hans Huber, Bern 1994

