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Wirtschaftslehre: Bankbilanzen vs. Industriebilanzen

Die Bankbilanzierung unterscheidet sich wesentlich von der gängigen Bilanzierung von Unternehmen, die keine Kredittätigkeit ausüben. Der Jahresabschluss einer Bank umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Das Handelsgesetzbuch (HGB) fordert darüber hinaus einen Lagebericht. Neben der Bilanzierung nach HGB existieren in der internationalen Bilanzierung die Vorschriften des International Accounting Standard (IAS) oder International Financial Reporting Standards (IFRS). Muss ein Unternehmen (also auch Kreditinstitute) nach IFRS bilanzieren sind folgende Bestandteile ein Muss: Bilanz, GuV, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung, Anhang.

Grundsätzlich sieht eine Bankbilanz wie folgt aus:

Aktivseite

1. Barreserve
2. Refinanzierung bei Banken
3. Forderungen an Kreditinstitute
4. Forderungen an Kunden
5. Schuldverschreibungen
6. Aktien
7. Beteiligungen
8. Anteile an verbundenen Unternehmen
9. Sonstige Aktiva (Sachanlagen)
10. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Passivseite

1. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
2. Verbindlichkeiten ggü. Kunden
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
4. Treuhand- u. So. Verbindlichkeiten
5. Rückstellungen
6. Passive Rechnungsabgrenzungsposten
7. Nachrangige Verbindlichkeiten
8. Genussrechtskapital
9. Fonds für allgemeine Bankrisiken
10. Eigenkapital (Grundkapital etc.)

Man kann hieraus erkennen, dass die Bilanz einer Bank “spiegelverkehrt” zu einer “normalen” Bilanz ist, die Posten der Aktiv- und Passivseite sind bei der Bilanz einer Bank nämlich nach der Liquidität sortiert. Das heißt die Position, die am schnellsten “zu Geld gemacht” werden kann steht an erster Stelle: Barreserve sprich Kasse (Bargeld).

Analog sieht es auf der Passivseite aus. Deswegen stehen zum Beispiel “nachrangige Verbindlichkeiten” nicht an erster Stelle, weil diese erst relativ “spät” beglichen werden müssten. Im Falle einer Insolvenz würden Inhaber (also Anleger) von “Nachrangkapitalpapieren oder -anlagen” ihr Geld erst bekommen, wenn alle anderen Gläubiger (Anleger, Banken, Dienstleister, etc.) bedient worden sind. Im Gegenzug erhalten diese Anleger aber einen höheren Zinssatz, da diese Anlage eine höhere Risikoprämie voraussetzen muss.

Was unter den einzelnen Positionen zu verstehen ist wird im Buch “Betriebslehre der Banken und Sparkassen: Lehrplanbezug Rahmenlehrplan (Taschenbuch) – Merkur Verlag” sehr gut erklärt. Sollten dennoch Fragen auftreten können Sie gerne weitere Fragen stellen.

Wiki-Autor:

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Name: Fabio B.
Alter: 28
Fach: Betriebswirtschaftslehre, Italienisch, Mathematik, Rechnungswesen, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftslehre
Ort: Würzburg
Preis: 18,90 €
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Qualifikation:
verifiziert

Integrität:
-
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Anderen etwas zu vermitteln.

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