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Motiviert bis zum Schluss: Tipps für die Prüfungsphase

Gegen Ende des Semesters ist die Motivation oft erschöpft und die Vorfreude auf die Ferien groß. Oft stehen dann aber noch besonders viele wichtige Prüfungen an. Deshalb ist die richtige Strategie notwendig, um auch über längere Zeit hinweg den Spaß am Lernen nicht zu verlieren.

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Das neue Semester steht eben erst in den Startlöchern, doch schon graut es dir wieder vor der nächsten Prüfungsphase? Viele Studierende nehmen sich jede Semesterferien aufs Neue vor, im kommenden Semester früher mit dem Lernen zu beginnen – und kommen dann doch in der Prüfungsphase wieder unter Zeitdruck. Allein das Wort löst in dir vielleicht ein Gefühl von Stress und Angst aus. Schließlich besteht der gesamte Tag über Wochen oder sogar Monate hinweg für viele Studenten zur Prüfungszeit nur noch aus lernen, lernen, lernen… Wie also bleibst du motiviert bis zum Schluss?

Ade Prokrastination – weil der frühe Vogel den Wurm fängt

Egal, ob dein Anspruch möglichst gute Noten oder einfach nur das „irgendwie“ Bestehen sind: Vielen Studierenden geht zur Prüfungszeit früher oder später die Puste aus. Die Motivation geht flöten und das passiert oft nicht erst nach ein oder zwei Prüfungen, sondern schon lange Zeit zuvor. Während du dir also eigentlich vorgenommen hast, bereits während des Semesters alle Hausarbeiten früh abzugeben und den Lernstoff regelmäßig zu wiederholen sowie rechtzeitig mit dem Büffeln auf die Prüfungszeit anzufangen, sind diese guten Vorsätze oft bereits wenige Tage bis Wochen nach Semesterstart vergessen. Die Prokrastination hält Einzug. Du schiebst alle ungeliebten Aufgaben wie eben das Lernen oder die Hausarbeit auf den letztmöglichen Zeitpunkt auf, kommst zur Prüfungszeit unter wahnsinnigen Stress und dass dabei die Motivation abhanden kommt, ist alles andere als überraschend. Das Beste, was du also für eine anhaltende Motivation tun kannst, ist, dich von der Prokrastination zu verabschieden und tatsächlich frühzeitig mit dem Lernen & Co zu beginnen. Doch leider ist das oft leichter gesagt als getan. Wichtige Punkte wie die richtige Lerntechnik, eine ausgewogene Ernährung und weitere Tipps werden im folgenden erklärt.

Was steckt hinter dem Problem der „Aufschieberitis?Bild2

Bei der Prokrastination handelt es sich um das Phänomen, alle Pflichten auf den letztmöglichen Zeitpunkt aufzuschieben. Bei manchen Menschen steckt dahinter schlichtweg ein bisschen Faulheit beziehungsweise mangelnde Disziplin, denn dem Verstand ist stets das jetzige Glück – also beispielsweise das Relaxen auf dem Sofa oder die Party mit den Kommilitonen – wichtiger als das zukünftige, wie eben die guten Noten oder steile Karriere. Wer also nicht die Willensstärke besitzt, die Vernunft gegen das Verlangen nach dem „jetzigen Glück“ durchzusetzen, schiebt automatisch alle studentischen Aufgaben wie das Lernen auf und gerät damit gegen Ende des Semesters und Anfang der Prüfungsphase unter Zeitdruck. Ein Stück weit ist dieses Verhalten vollkommen normal – wenn auch nicht wünschenswert.

Es gibt jedoch Menschen, bei denen wird diese „Aufschieberitis“ zum Zwang“. Das Prokrastinieren von Aufgaben kann somit auch auf eine Depression, auf Versagensängste oder andere tieferliegende Probleme hindeuten, welche unter Umständen behandlungsbedürftig sind. Nimmst du dir also auch jedes Semester vor, sämtliche Aufgaben so früh wie möglich zu erledigen und kommst am Ende doch durch das Aufschieben immer wieder unter Stress, solltest du einmal einen ehrlichen Blick auf dich selbst und die Gründe für deine Prokrastination werfen. Eventuell hilft dir auch ein Gespräch mit deinem Hausarzt oder einem Psychotherapeuten.

Die wahren Gründe für mangelnde Motivation erkennen

Kommst du hingegen zu dem Ergebnis, dass deine Prokrastination nicht zwanghaft, sondern schlichtweg das Resultat von mangelnder Motivation ist, solltest du deren Ursachen auf den Grund gehen. Dass du in der Prüfungsphase oder allgemein im Studium eher wenig bis überhaupt keine Motivation verspürst, könnte nämlich auch in der falschen Studienwahl begründet liegen. Hast du dich schon einmal gefragt, welche deine langfristigen Ziele mit deinem späteren Abschluss sind? Wo und wie möchtest du arbeiten? Was möchtest du erreichen? Kannst du dir eine Karriere in diesem Bereich überhaupt vorstellen? Weckt dieser Gedanke Leidenschaft in dir?

Denn Leidenschaft ist der Antrieb jeder erfolgreichen Persönlichkeit und somit die Grundlage für deine Motivation. Wenn dir dein Studium hingegen überhaupt keinen Spaß macht, du keine Zukunft in dem gewählten Beruf siehst oder sogar Bauchschmerzen bekommst, wenn du nur an die Uni denkst, solltest du den Wechsel deines Studienganges, der Hochschule oder der gesamten Laufbahn erwägen – beispielsweise also lieber eine Ausbildung absolvieren. Schlussendlich kannst nur du selbst die wahren Gründe für deine fehlende Motivation beziehungsweise Prokrastination herausfinden und entsprechende Konsequenzen ziehen.

Tipps, wenn dir in der Prüfungszeit die Puste ausgeht

Doch keine Panik: Dass du nicht jeden Morgen freudig aus dem Bett springst und es nicht erwarten kannst, für die nächste Prüfung zu lernen oder an deiner Hausarbeit zu schreiben, ist vollkommen normal. Noch bedeutet dies nicht, dass du die falsche Laufbahn gewählt hast oder an einer psychischen Erkrankung leidest. Stattdessen macht es eben einfach schlichtweg mehr Spaß, mit Freunden zu feiern oder im Bett einen Film anzusehen. Nicht alle Menschen sind von Geburt an mit einem so hohen Maß an Disziplin gesegnet, dass sie der Prokrastination (immer) entkommen können. Manchmal ist vielleicht auch einfach ein Lernfach dabei, welches dich so überhaupt nicht interessiert, obwohl dir dein Studium alles in allem Spaß macht. Vielleicht bist du gegen Ende der Prüfungsphase auch einfach erschöpft, sodass dir das Lernen trotz Leidenschaft zunehmend schwerfällt. Was also kannst du tun, wenn dir langsam die Motivation ausgeht?

Tipp #1: Früh mit dem Lernen beginnen

Wie bereits erwähnt, solltest du dich in Disziplin üben, um tatsächlich so früh wie möglich mit dem Lernen und weiteren Verpflichtungen wie den Semesterarbeiten zu beginnen. Anstatt die ungeliebten Aufgaben aufzuschieben und somit stets unter Druck sowie mit schlechtem Gewissen durch das Semester zu schreiten, kannst du so nämlich den Stress erheblich reduzieren und deine Motivation für längere Zeit aufrechterhalten. Mach es zur Routine, jeden Tag nach den Vorlesungen beispielsweise eine Stunde Pause zu machen für ein entspanntes Mittag- oder Abendessen mit der Lieblingsserie und anschließend doch noch einmal für eine Stunde oder zwei deinen studentischen Pflichten nachzukommen. Du wirst merken, wie du unmittelbar entspannter bist, ein reines Gewissen hast und deine Motivation somit auch länger anhält.

Tipp #2: Die richtige Lerntechnik finden

Vielen Studierenden raubt es auch schlichtweg die Motivation, dass sie beim Lernen keine Erfolgserlebnisse verzeichnen. Sie kommen gefühlt überhaupt nicht voran mit dem Lernstoff und das Büffeln raubt ihnen eine Menge Energie. Findest du hingegen endlich die für dich geeignete Lernstrategie, wirst du deutlich schneller vorankommen, Ergebnisse deiner Mühen erkennen und somit auch motivierter bleiben – garantiert!

Tipp #3: Entspannungszeiträume nicht vergessen

Durch die „Aufschieberitis“ und die langsamen Fortschritte beim Lernen besteht die gesamte Freizeit für viele Studierende zur Prüfungszeit oft nur noch aus lernen – über Wochen oder sogar Monate hinweg. Dass da irgendwann die Energie und mit ihr auch die Motivation flöten geht, ist kaum verwunderlich. Da du diese Probleme mit den ersten beiden Tipps aber bereits überwunden hast, solltest du die gewonnene Freizeit nun auch nutzen, um bewusst Entspannungszeiträume und Spaß in deinen Alltag einzubauen. Auch, wenn du nämlich motiviert bist, brauchst du manchmal Ablenkung vom Lernen, um diese Motivation langfristig aufrechtzuerhalten. Wo und wie du dich am besten entspannst, musst du hingegen selbst herausfinden. Vielen Menschen hilft eine halbstündige Yoga-Session. Andere gehen lieber in die Sauna und wieder andere treffen sich am liebsten mit Freunden auf einen Kaffee in der Sonne oder gehen zum Sport. Hauptsache, du kannst hin und wieder vom Lernen abschalten und neue Energie auftanken.

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Tipp #4: Belohne dich für deine Erfolge

Mit den bisherigen Tipps werden erste Lernerfolge gewiss nicht lange auf sich warten lassen. Nun ist es aber an dir, dich auch für diese Erfolge zu belohnen. Denn die gute Note am Ende der Prüfungsphase wird noch lange auf sich warten lassen und reicht für das Gehirn oft nicht als Belohnung aus, um deine Motivation dauerhaft hoch zu halten – was in dem bereits geschilderten Mechanismus des „jetzigen Glücks“ begründet liegt. Wenn du also deine Dopaminausschüttung und damit auch deine Motivation in Schwung bringen möchtest, überlege dir kleine Belohnungen für Erfolge zwischendurch wie ein Stück Schokolade nach einer zweistündigen Lernphase oder eine Folge deiner Lieblingsserie, wenn du drei weitere Seiten deiner Hausarbeit fertiggestellt hast.

Tipp #5: Finde deinen Rhythmus

Schlussendlich liegt es an dir, einen optimalen Rhythmus für die Lernphase oder besser noch für das gesamte Semester zu finden. Setze dir konkrete Zwischenziele mit einer Deadline und bringe dich damit künstlich unter Zeitdruck. So bekämpfst du endlich die Prokrastination, fängst tatsächlich früher mit deinen Pflichten an und bleibst auch in der Prüfungsphase entspannter sowie motivierter. Zugleich hast du noch Freizeit für jene Dinge, die dir wirklich Spaß machen. Viel Erfolg!

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