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Vokabeln lernen – so wird´s zum Kinderspiel

Probleme beim Vokabeln lernen? Mit der Methode "Lernkartei" werden Sie im Handumdrehen zum Vokabel-Experten.

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Warum Vokabeln lernen?

Um eine Fremdsprache, wie beispielsweise Englisch oder Spanisch zu erlernen, muss man zum einen wissen, wie die Wörter in der anderen Sprache lauten und zum anderen, in welcher Reihenfolge und Wendung Wörter aneinander gereiht werden. Für den aktiven Gebrauch ist es außerdem notwendig die Aussprache zu erlernen. Diese drei Teilbereiche können im Prozess des Spracherwerbs kombiniert oder getrennt werden.

Im Schulunterricht werden Vokabeln und Grammatik in der Regel getrennt angegangen. Mit dieser Art des Lernens haben viele Schüler Probleme, da die Sprache sehr theoretisch und damit trocken erscheint. Da Vokabeln aber von Lehrern mündlich abgefragt oder in Tests geprüft werden, kommt kaum ein Kind um das Vokabeln pauken herum.

Mit ein paar Tricks und Tipps kann das Lernen von Wörtern einer Sprache aber trotzdem leicht gelingen und der Spaß an der Fremdsprache bleibt erhalten. Dabei ist es egal, ob man englische oder lateinische Vokabeln lernen möchte – die Methode ist der Schlüssel zu Spaß und Erfolg.

Guter Tipp von tutoria: Aktiv werden beim Vokabeln lernen!

Vokabeln Lernen - aktiv

Es kann sehr helfen, beim Vokabeln lernen so praktisch und aktiv wie möglich vorzugehen. Das bedeutet also nicht nur leise zu lesen und am Schreibtisch zu lernen. Am besten spricht man die Wörter laut aus, so prägen sich Begriffe viel besser ein.

Zusätzlich hilft Bewegung gegen Müdigkeit und verbessert die Merkfähigkeit. Also aufstehen und herumgehen, während man sich Vokabeln einprägt!

Der dritte Tipp lautet kreativ beim Lernen zu sein. So können neue Vokabeln mit anderen Vokabeln, die man schon kennt, gedanklich in Verbindung gebracht werden. Oder man malt die Begriffe bunt und mit Bildern auf ein Blatt  und hängt dies als Merkhilfe über dem Schreibtisch auf. Kleine Zettelchen mit der Wortbedeutung in der Fremdsprache auf die jeweils passenden Gegenstände zu kleben, hilft ebenfalls beim Einprägen.

Zusammenfassend gesagt: Man sollte mit den Wörtern spielen, damit das Lernen mehr Spaß macht und die Vokabeln wiederholt und optimal gelernt werden!

Besonders gut hat sich das Erlernen von Vokabeln mit Hilfe einer Lernkartei bewährt. Auf den ersten Blick scheint diese Methode aufwendig, aber der Erfolg damit ist riesig.

Die Methode Lernkartei – wiederholt gelernt und ab sofort alle Vokabeln dauerhaft im Gehirn!

Vokabeln Lernen - Lernkartei

Vokabeln lernen leicht gemacht: Worte und ihre Übersetzung auf Karteikarten zu schreiben kennt jeder. Aber nur mit der richtigen Lerntechnik hat die Methode durchschlagenden Erfolg. Wir erklären wie es geht und warum:


 

Geschriebenes merkt man sich leichter

Eine Vokabel, die mit der Hand geschrieben wird, behält das Gehirn leichter, denn das Schreiben mit der Hand passiert langsamer als beispielsweise das Hören. So hat das Gehirn also mehr Zeit und die Bewegung wird mit dem Wort verknüpft, was die Wiedergabe und das Wiedererkennen leichter macht.

Speichern vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis

Mit Karteikarten kann man das Speichern vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis kontrollieren und sicher gehen, dass man sich Wörter merken kann und nie wieder vergisst. Und so geht’s:

1. Schritt: Karteikarten sinnvoll befüllen

Man schreibt die neuen Vokabeln auf Karteikarten. Auf die eine Seite kommt das Wort in Englisch, Spanisch oder einer anderen Fremdsprache, auf die  andere Seite der Karte kommt die deutsche Bedeutung. Bei unregelmäßigen Verben sollte man immer die Vergangenheitsformen dazu schreiben, z.B. „go (went, gone)“. Bei Substantiven mit unregelmäßigem Plural gilt das gleiche. Dann braucht man einen Karteikasten mit 5 Fächern als Vokabeltrainer. Den kann man sich selbst basteln, wichtig ist nur, dass die Fächer immer größer werden. Eine gute Orientierung gibt die Abbildung oben. Alle neu geschriebenen Vokabeln kommen in das erste Fach. Soweit die Vorbereitungen.

2. Schritt: Vokabeln mit Hilfe von Eselsbrücken merken

Jetzt geht es los. In Ruhe liest man laut den fremden Begriff und die deutsche Übersetzung und versucht es sich zu merken. Am besten funktioniert das, wenn man Verbindungen, sogenannte Eselsbrücken, zwischen den Wörtern findet, z.B. „decide“ hört sich an wie „die Seite“ und decide wird mit "entscheiden" übersetzt, man muss also eine Seite wählen. Gemerkt? Man sollte für das Einprägen von Wörtern nicht mehr als 25 Minuten verwenden, danach nimmt die Merkfähigkeit pro Minute stetig ab. Anschließend solltet man danach mindestens 5 Minuten echte Pause machen, also in der Zeit nichts lernen und dem Gehirn Ruhe gönnen.

3. Schritt: Abfragen des Wissens durch Aufschreiben

Nun kommt die Übungsphase. Man nimmt die Vorderseite der Karteikarten und schreibt die Übersetzung der Vokabel auf einen Zettel, dann vergleicht man die Antwort mit dem richtigen Ergebnis auf der Rückseite der Karteikarte. Durch das Aufschreiben kann man weniger schummeln und trainiert gleichzeitig die korrekte Schreibweise. Ist die Lösung richtig, kann die Karteikarte im Kasten ein Fach nach hinten gesteckt werden.

4. Schritt: Die erste Wiederholungsphase

Wenn das zweite Fach fast voll ist, kommt die erste Wiederholungsphase. Man nimmt die Kärtchen aus dem Fach 2 zur Hand und prüft wie vorher, welche Wörter man sich gemerkt hat. Wenn man die richtige Übersetzung auf den Zettel geschrieben hat, wandert die Karteikarte in Fach 3, wenn die Lösung falsch war kommt die Karte zurück in Fach 1. Genau so macht man es auch mit Fach 3 und 4, die Vokabeln werden jeweils ein paar Minuten wiederholt, wenn das Fach fast voll ist. Auch hier wandern Karteikarten, die man sich nicht gemerkt und bei denen man deshalb falsch geantwortet hat, zurück in Fach 1. Das ist zwar hart, aber nur so kann man sicher gehen, dass das Gehirn die Vokabeln nie mehr vergisst. Die Karten in Fach 1 werden jeden Tag neu geübt.

5. Schritt: Von der Fremdsprache zu Deutsch

Sind die Karteikarten im Fach 5 angekommen hat man die Gewissheit, dass man die Wörter wirklich verinnerlicht hat. Nun geht’s in die andere Richtung. Wenn man die Wörter also in der Fremdsprache angeschaut und die deutsche Übersetzung auf den Übungszettel geschrieben hat, steckt man die Karten mit dem deutschen Wort nach vorne zurück ins erste Fach und übt die Übersetzung in die andere Richtung. Wenn man in Phase 1 richtig gut gelernt hat, wandern die Karten schnell bis ins Fach 5 zurück.

Medien - tutoria empfiehlt:

Martin Krengel hat Wirtschaftswissenschaften und Sozial- & Kulturpsychologie studiert und bereits mehrere Bücher zum Thema Lernen und Selbstmanagement geschrieben. Auf seiner Homepage findet man viele nützliche Tipps zum Thema Vokabeln lernen, Vokabeltrainer, Methoden, Tipps, Wiederholen.

Oliver Geisselhart ist Gedächtnistrainer und stellt in seinen Büchern Wortbilder für Spanisch und Englisch vor, die dabei helfen sich Vokabeln leichter zu merken.

  • „Schieb das Schaf: Mit Wortbildern hundert und mehr Englischvokabeln pro Stunde lernen“, Oliver Geisselhart & Helmut Lange, ISBN-10: 3868822585
  • „Liebe am O(h)r: Mit Wortbildern hundert und mehr Spanischvokabeln pro Stunde lernen“, Oliver Geisselhart & Helmut Lange, ISBN-10: 3868822828

 

Christiane Stenger ist Junioren-Weltmeisterin im Gedächtnissport und reist mittlerweile durch die Republik, um Kindern mehr Freude am Lernen zu vermitteln. Sie hat auch tolle Tipps, wie man sich Englisch-Vokabeln und andere besser merken kann.

Vera F. Birkenbihl hat ein völlig anderes System entwickelt um Sprachen zu lernen.  Wer dieses kennenlernen möchte, kann dieses Einführungsvideo mit der Autorin selbst ansehen.

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