Diese Website verwendet Cookies für Analysen, personalisierte Inhalte und interessenbezogene Anzeigen. Indem Sie diese Website weiter nutzen, erklären Sie sich mit dieser Verwendung einverstanden. Weitere Informationen

Fahrrad fahren lernen – wie Eltern gezielt fördern und Sicherheit gewährleisten

Die motorische Entwicklung verläuft bei jedem Kind ganz individuell. Bis es mit dem Fahrradfahren selbständig klappt, dauert es deshalb bei manchen länger, bei manchen geht es schneller. Eltern können ihre Kinder dabei passend zum jeweiligen Entwicklungsstand unterstützen.

Fahrrad Fahren Lernen 1

Kinder haben meist ein ganz natürliches Interesse an Bewegung. Sie mögen es, den Lauflernwagen umherzuschieben. Sie nutzen das Dreirad, um die Bewegung des Tretens ganz automatisch zu erlernen, und sie düsen mit dem Laufrad herum, was ihren Gleichgewichtssinn stärkt. All diese Bewegungen auf Zwei- oder Mehrrädern sind bereits eine prima Vorbereitung für den Schwung aufs große Fahrrad. Ob das zunächst mit Stützrädern bewegt wird oder direkt ohne, liegt am Kind selbst sowie im Entscheidungsbereich der Eltern, die dem Kind das Fahrradfahren lernen.

Eine gute Vorbereitung verkürzt die Lernzeit

Eltern können bereits im Kleinkindalter Übungsphasen in den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder integrieren.

- Wer sich beispielsweise häufig auf dem Bobbycar fortbewegt, trainiert das Verständnis fürs Lenken eines Fahrzeugs.

- Wer auf dem Dreirad zum Kindergarten fährt, versteht, dass das Betätigen der Pedale der Fortbewegung dient.

- Wer ein Laufrad hat und regelmäßig benutzt, schiebt sich zunächst mit den Beinen an. Meist bleiben die Beine dann immer länger in der Luft – und der Gleichgewichtssinn muss den Körper ebenso austarieren wie auf dem Fahrrad.

Mit dieser guten Vorbereitung kann ein Verzicht auf Stützräder am Kinderfahrrad gut sein, denn: Verlässt sich ein Kind erst wieder auf die Stützfunktion von Rad Nummer 3 und 4, ist der trainierte Gleichgewichtssinn im Handumdrehen wieder dahin. Besser ist es beim Umstieg auf das erste richtige Fahrrad eben dieses am Gepäckträger zu halten – und als Elternteil ein Stück weit mitzulaufen. Kann das Kind die wackelige Angelegenheit gut meistern, darf es auch gerne losgelassen werden. Klappt es irgendwann gut mit dem Fahrradfahren, darf gerne ein Familienausflug mit dem Fahrrad folgen, das kann mitunter deutlich entspannter sein als mit dem Auto.

Fahrrad Fahren Lernen 2

Zweierlei ist entscheidend, um in Sicherheit viel Spaß auf dem Rad zu haben: das Gefährt und der Schutz.

Das passende Fahrrad finden

Dimensionen des Fahrrads müssen zum Kind passen

Die Größe des Fahrrads muss zum Kind passen. Nur so ist gewährleistet, dass sich das Kind wohl und sicher auf dem Fahrrad fühlt und dieses auch beherrscht. Der erste Blick sollte folglich auf die Größe des Fahrrads fallen:

- 12- und 14-Zoll-Räder sind klassische Räder für Kindergartenkinder. Damit beginnen die Kinder ihre ersten Fahrversuche.

- 16- und 18-Zoll-Räder werden meist für Kinder im Vorschulalter angeschafft.

- 20- bis 24-Zoll-Räder sind in der Regel Grundschülern vorbehalten.

Weitere Faktoren bei der Wahl des Fahrrads sind die Schaltung, die Bremsen, die Beleuchtung, der Kettenschutz, der Gepäckträger, der Fahrradständer und die Klingel. Das Gewicht, das maßgeblich vom Material des Rahmens beeinflusst wird, sollte leicht sein. So muss der Fahrradanfänger nicht zu stark in die Pedale treten, um den Drahtesel in Bewegung zu bringen. Neben einem Blick auf die technischen Details ist es ratsam, Bewertungen und Testberichte zu studieren. Aktuelle Testberichte zu Kinderfahrrädern finden Sie auch auf kita.de.

Auch die ADFC-Radfahrschule hat unter adfc-radfahrschule.de diverse Tipps veröffentlicht, die Eltern dabei helfen können, ihren Kindern das Radfahren beizubringen:

Das passende Equipment auf dem Weg zum ersten Fahrrad

Der Fahrradhelm muss schützen und angenehm zu tragen sein

In punkto Schutz ist der Helm der wichtigste Baustein. Der ADAC hat Kinder- und Kleinkinderhelme getestet und unter adac.de diese Ergebnisse veröffentlicht: Fünf Kinderhelme und vier Kleinkinderhelme haben mit der Note „gut“ abgeschnitten. Die Note „sehr gut“ hat keiner der Helme bekommen. Fünf Helme schnitten nur mit der Note „befriedigend“ ab. Ein Helm erhielt die Note „ausreichend“. Vier Helme fielen mit der Bewertung „mangelhaft“ durch.

Diese Tipps helfen dabei, Radfahren zu lernen

  1. Radfahren will gelernt, trainiert und geübt sein. Bei allem, was ein Mensch neu lernt ist die Geduld des Lehrenden das Wichtigste. Deswegen sollten Eltern die Sorgen ihrer Kinder ernst nehmen und sich ihrer geduldig annehmen. Vor allem die Kommunikation ist wichtig, die das Radfahren nicht etwa abwerten darf. Zudem sollten sich Eltern Zeit nehmen und dem Nachwuchs auch die Zeit für Pausen lassen. Neues zu lernen, ist nämlich mächtig anstrengend!
  2. Bei der Wahl des Fahrrads sollte ein Drahtesel mit tiefem Einstieg und ohne Rücktrittbremse gewählt werden. Auch sollte die Größe so ausfallen, dass das Kind gut an den Boden kommt. Wer das Gefühl des Laufrads nachahmen möchte, schraubt einfach die Pedale vom Fahrrad ab. So kann sich das Kind zunächst an die Maße des neuen Fahrrads gewöhnen.
  3. Wichtig für einen raschen Lernerfolg ist auch das passende Outfit: Eine bequeme Hose, Schuhe mit einer rutschfesten Sohle und ggf. Handschuhe gehören zur Grundausstattung. Zudem gehört ein Schutzhelm zum Radler-Outfit.Bild 3
  4. Ein Platz zum Radfahren lernen dürfte schnell gefunden sein: Evtl. gibt es einen frei zugänglichen Park oder Schulhof im Wohnort. Wichtig ist, dass ausreichend Platz zur Straße ist. Der Gehweg ist kein ideales Trainingsgebiet.
  5. Die ersten Versuche müssen nicht zwingend auf dem Sattel erfolgen. Es ist auch möglich, das Fahrrad zu schieben, einen Parcours abzuschreiten oder ohne Pedale zu fahren. All diese Übungseinheiten helfen dabei, dass das Kind das Fahrrad kennenlernt und Vertrauen fasst. Eine der wohl wichtigsten Übungen im Vorfeld ist das Bedienen der Bremse. Hierfür muss das Kind im Vorfeld ein Gefühl entwickeln.

Abbildung 1: pixabay.com © Jiricek72 (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 Public Domain)

Abbildung 3: pixabay.com © pasja1000 (CC0 Public Domain)

Zurück nach oben Zurück: Freizeitstress bei Kindern