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Faszination Facebook

Soziale Netzwerke sind Online-Communities im Internet. Sie dienen der Kommunikation, dem Austausch und der Vernetzung ihrer Nutzer. Facebook ist derzeit das größte soziale Netzwerk weltweit. Warum sind soziale Netzwerke gerade für Jugendliche so spannend? Was fasziniert sie daran?

Facebook

Nutzung digitaler Medien

Soziale Netzwerke gehören für Jugendliche zum Lebensalltag wie der Schulhof und die Pubertät. Laut Bitkom-Studie sind ab dem Alter von etwa 10 Jahren fast alle Kinder regelmäßig online und verbringen durchschnittlich 22 Minuten täglich im Netz, Tendenz steigend: Bei den 16-18 -jährigen sind es bereits 115 Minuten täglich. Das Smartphone ist dabei ein zunehmend wichtiger Einstieg ins Netz: Ab dem Alter von 12 Jahren benutzen 85 % der Jugendlichen ein Smartphone. Die Nutzung von Sozialen Netzwerken steht bei den Jugendlichen ganz oben bei ihren Netzaktivitäten. Facebook und WhatsApp gehören dabei zu den Favoriten.

Manche Eltern fragen sich, was der Nachwuchs stundenlang bei Facebook & Co treibt. Warum sind soziale Netzwerke gerade für Jugendliche so anziehend?

Soziale Netzwerke als Spielwiese

Soziale Netzwerke sind letztlich eine große Spielwiese, auf der es immer irgendetwas zu tun gibt. Nachrichten schreiben und chatten, Interessensgruppen gründen und sich darin austauschen, eigene Statusnachrichten, Erlebnisse und Gefühle posten, Fotos hochladen und mit anderen Nutzern teilen, Veranstaltungen organisieren, Profile von anderen ansehen und Kontakte knüpfen oder Online-Spiele machen – es gibt immer einen Grund, online zu sein.

Adressbuch und Organizer

Alle wichtigen Kontakte, Termine, Geburtstage und Veranstaltungen sind bei Facebook hinterlegt. So können Jugendliche ihre Kontakte und ihr soziales Leben einfach und bequem organisieren.

Raum für Jugendliche

Soziale Netzwerke empfinden viele Jugendliche als einen virtuellen Raum, in dem sie unter sich sind. Nach ihrer Wahrnehmung gibt es in diesem Netzwerk keine Erwachsenen. Sie fühlen sich frei und unbeobachtet und fürchten keine erwachsene „Zensur“. Häufig zeigen die Erwachsenen ihres Umfelds auch wenig Interesse und geringe Kenntnisse über soziale Netzwerke. Und so empfinden sich die Jugendlichen als Experten in ihrem ureigenen Bereich: Für viele ist dies eine wichtige Erfahrung und gerade in der Pubertät ein bedeutendes Abgrenzungskriterium.

Ständige Verbundenheit

Verbundenheit

Die Präsenz im sozialen Netzwerk ermöglicht die stetige Verbundenheit und das permanente Kontakthalten mit den wichtigsten und engsten Freunden. Über Posts, Gruppen, Likes und Kommentare, Fotos und vieles mehr hat man ständig Anteil am Leben der anderen und ist ihnen nahe. Per Facebook oder mittels WhatsApp wird der Schulhofplausch ganz einfach zu Hause weitergeführt. Gerade für Heranwachsende sind Freunde und die Peergroup die wichtigste Bezugsgruppe und die permanente Verbundenheit mit ihnen ist enorm wichtig.

Kontakte aufrecht erhalten

Über Online-Communities können Kontakte zu Personen gehalten werden, mit denen der Nutzer in der Realität weniger eng verbunden ist. Beispielsweise ehemalige Klassenkameraden, Vereinsmitglieder o.ä. Auch das Wiederfinden von ehemaligen Schulkameraden, Kindergarten-freunden oder weitläufigen Bekannter ist leicht möglich.

Selbstdarstellung

Soziale Netzwerke sind wichtig für die eigene Selbstdarstellung und die Ausbildung des Selbstbildes. Schon allein das Anlegen und Ausfüllen von Profilen regt zum Nachdenken über die eigene Identität an. Viele Jugendliche beschäftigen sich ausführlich mit dem eigenen oder anderen Profilen und Gruppenzugehörigkeiten. Sie setzen Informationen über andere mit deren Profil in Beziehung, vergleichen das eigene Profil damit und ergänzen oder verändern es immer wieder. Die Außenwirkung des eigenen Profils ist wichtig und das Feedback der anderen fließt in die Selbstbewertung ein. Soziale Netzwerke leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Identitätsbildung und bieten die Möglichkeiten, unterschiedliche Identitätsfacetten auszuprobieren.

Sich selbst ausprobieren

Jugendliche empfinden soziale Netzwerke häufig als geschützten Raum, in dem sie sich selbst erproben können. Hier können sie Seiten von sich ausprobieren, die sie im realen Leben vielleicht eher zurückhalten. Sei es durch die Wahl des Profilfotos, Angaben zu Hobbys und eigenen Einstellungen oder auch einem Kommunikationsstil, den sie sich in der realen Begegnung vielleicht nicht trauen würden.

Neue Kontakte knüpfen

Jugendliche erhalten durch die Profile anderer Nutzer vielfältige Informationen über Fremde, deren Interessen oder Aktivitäten. So können, ganz unabhängig vom Wohnort, Kontakte mit anderen geknüpft werden, die ähnliche Hobbies und Vorlieben haben oder in irgendeiner Art interessant erscheinen.

Gruppendruck

Wenn scheinbar alle in einem sozialen Netzwerk sind, dann darf man selbst natürlich nicht fehlen. Soziale Netzwerke leben von der Masse ihrer Nutzer und der Tatsache, dass die relevanten Bezugsgruppen des Einzelnen Mitglied sind. Facebook ist dabei weltweit das größte Netzwerk mit rund 1,25 Milliarden Nutzern – in Deutschland sind es mehr als 27 Millionen. Dabei unterstützt Facebook das eigene Wachstum tatkräftig mit seiner extensiven Einlade-Funktionalität.

Gerade für Jugendliche, die sich sehr stark über ihre Peergroup definieren, ist die Einbindung in ihre soziale Bezugsgruppe besonders wichtig. Außenseiter zu sein ist für Jugendliche besonders schwer daher ist die Anziehungskraft von Facebook & Co nicht zu unterschätzen. Aktuell scheint es jedoch einen leicht gegenläufigen Trend bei Facebook zu geben: Je mehr Erwachsene das soziale Netzwerk nutzen, umso eher scheinen die Jugendlichen sich abzuwenden und auf Alternativen umzusteigen. Oder wie es eine 13-jährige US-Amerikanerin formuliert: „Keiner meiner Freunde ist in Facebook – mein einziger Facebook-Freund ist meine Oma.“

Quellen:

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