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Komma nach wörtlicher Rede

Ein wichtiges Thema in der 6.Klasse in Deutsch ist die richtige Kommasetzung. Genau dazu liefert dieser Artikel Erklärungen und Beispiele.

1. Definition wörtliche Rede

Wenn wir zeigen wollen, dass es sich bei einem Satz um eine Äußerung handelt, dann setzen wir diesen Satz in Anführungszeichen.

Beispiele:

  • Peter sagt: „Schönes Wetter heute!“
  • „Schönes Wetter heute!“, sagt Peter.

2. Begleitsätze der wörtlichen Rede

Der Satz, der die wörtliche Rede einleitet, ist der Begleitsatz.

  • Steht ein Begleitsatz vor der wörtlichen Rede, trennen wir ihn durch einen Doppelpunkt ab.
  • Steht ein Begleitsatz nach der wörtlichen Rede, trennen wir ihn durch ein Komma ab.
  • Der Begleitsatz gibt die Art der Äußerung genauer an. Häufig findest du Verben wie flüstern, fragen, schreien, rufen, sagen, reden, sprechen, denken, antworten, erwidern usw.
  • In dem Begleitsatz wird ebenfalls der Sprecher genannt.

Beispiel:

  • „Gib mir mein Buch zurück!“, faucht (Art) Peter (Sprecher).
  • „Da ist mein Schlüssel“, sagt Susanne.
  • „Wo ist mein Schlüssel?“, fragt Susanne.
  • „Nie kann ich diesen blöden Schlüssel finden!“, schreit Susanne.

Je nachdem wie ein Sprecher sich äußert, werden unterschiedliche Satzschlusszeichen für die wörtliche Rede verwendet.

Beispiele:

Finde die passenden Satzschlusszeichen:

  • Peter ruft: „Komm doch mal ans Fenster _ “
  • Alex schreit: „Geh weg _ „
  • Britta fordert ihre Freundinnen auf: „Macht doch mal die Tür auf _ “
  • Paulina meint: „Ich habe schon etwas anderes vor _ “
  • Laura fragt: „Was machen wir denn am Wochenende _ “

Forme die Sätze nun so um, dass die Begleitsätze am Ende stehen:

  • „Komm ________________________
  • „Geh ________________________
  • „Macht ________________________
  • „Ich ________________________
  • „Was ________________________

3. Begleitsätze zwischen der wörtlichen Rede

Wird ein Begleitsatz in eine wörtliche Rede eingeschoben, so wird er am Anfang und am Ende durch ein Komma von der wörtlichen Rede abgetrennt.

Beispiel:

  • „Der Vogel dort“, sagt Tim, „ist wirklich schön.“
  • Wieder so ein verflixtes Pech schimpft Vater schon wieder habe ich im Lotto keine einzige Zahl
    richtig
  • Mach dir nichts draus Papa meint Sara mir ging es heute bei der Mathearbeit ebenso
  • Wenn ihr nicht still seid brüllte der Lehrer schreiben wir einen Test

Kennzeichne die Begleitsätze durch Unterstreichen und setze alle Satzzeichen:

4. Lösungen zu den Übungen

Zu 2

Peter ruft: „Komm doch mal ans Fenster!“

Alex schreit: „Geh weg!“

Britta fordert ihre Freundinnen auf: „Macht doch mal die Tür auf!“

Paulina meint: „Ich habe schon etwas anderes vor.“

Laura fragt: „Was machen wir denn am Wochenende?“

„Komm doch mal ans Fenster!“, ruft Peter.

„Geh weg!“, schreit Alex.

„Macht doch mal die Tür auf!“, fordert Britta ihre Freundinnen auf.

„Ich habe schon etwas anderes vor“, meint Paulina.

„Was machen wir denn am Wochenende?“, fragt Laura.

Zu 3

„Wieder so ein verflixtes Pech“, schimpft Vater, „schon wieder habe ich im Lotto keine einzige Zahl
richtig.“

„Mach dir nichts draus Papa“, meint Sara, „mir ging es heute bei der Mathearbeit ebenso.“

„Wenn ihr nicht still seid“, brüllte der Lehrer, „schreiben wir einen Test!“

Komma vor Konjunktionen

1. Eigenschaften von Konjunktionen

Konjunktionen sind Bindewörter. Sie verbinden Sätze sinnvoll miteinander.

Beispiele:

  • Die Straße ist nass, obwohl es nicht regnet.
  • Die Straße ist nass, weil es geregnet hat.

Wir unterscheiden zwischen unterordnenden und nebenordnenden Konjunktionen.

Unterordnende Konjunktionen leiten einen Nebensatz ein. Sie zwingen das finite (gebeugte) Verb an das Ende des Satzes.

Beispiel:

  • Wir bleiben lieber zu Hause, wenn es in Strömen regnet.
  • Wir bleiben lieber zu Hause, denn es regnet in Strömen.
  • Weil es spät geworden ist, geht Tim nach Hause. Unterordnend
  • Jana lief Schlittschuh auf dem Eis und Florian baute ein Iglu. _____________

Nebenordnende Konjunktionen verbinden zwei Hauptsätze. Das finite Verb bleibt an zweiter Stelle.

Beispiel:

Sind die Konjunktionen unterordnend oder nebenordnend? Achte auf die Stellung des finiten (gebeugten) Verbs!

Unterstreiche die Konjunktionen und die finiten Verben! Bestimme die Konjunktionen! Ordne alle Konjunktionen in die Tabelle ein!

  • Sie gingen erst, nachdem es hell geworden war. _____________
  • Es wird heiter oder es wird wolkig. _____________
  • Bevor du denselben Fehler wieder machst, schau richtig hin. _____________
  • Wir gingen nicht aus dem Haus, denn es regnete in Strömen. _____________

unterordnende Konjunktion

nebenordnende Konjunktion

weil

2. Unterordnenden Konjunktionen als Signalwörter

Unterordnende Konjunktionen leiten einen Nebensatz ein. Nebensätze werden von Hauptsätzen immer durch ein Komma abgetrennt.

Unterstreiche die unterordnenden Konjunktionen und setze die Kommas:

Florian ist froh weil er bei diesem Wetter nicht auf die Straße gehen muss. Er setzt sich an den
Computer bevor er mit seinem Freund Tim telefoniert. Der sagt zu, vorbeizukommen nachdem er sein
Handballspiel beendet hat. Weil sie sich ein Spiel ausleihen wollen bleiben sie bestimmt wieder die halbe Nacht wach.

3. Nebenordnende Konjunktionen als Signalwörter

Nebenordnende Konjunktionen verbinden zwei Hauptsätze. Hauptsätze trennen wir in der Regel durch Kommas voneinander ab. Vor nebenordnenden Konjunktionen steht also in der Regel ein Komma.

Ausnahmen: Ausnahmen bilden die nebenordnenden Konjunktionen „oder“ und „und“. Hier wird in der Regel kein Komma benötigt. Vor „und“ muss nur ein Komma stehen, wenn ein Nebensatz eingeschoben wird.

Beispiel:

  • Tim hat einen Freund, der Fußballer ist, und auch gern Hockey spielt.
  • Miriam isst Suppe und Florian isst Äpfel.
  • In Berlin ist es kalt aber in Rom ist es warm.

Komma ja oder nein? Entscheide! Unterstreiche alle Signalwörter:

  • Wenn der Hahn kräht auf dem Mist dann ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.
  • Er sah den Hund, wie er sich den Knochen holte und ging ihm hinterher.
  • Das Baden macht Spaß denn es ist heut schönes Wetter!

Sie verabschiedeten sich aber einige waren traurig weil sie gern noch geblieben wären.

Beachte: Das Wort „aber“ kann als Konjunktion und als Füllwort verwendet werden. Wenn es als Konjunktion vorkommt, setzen wir also ein Komma, wenn es als Füllwort gebraucht wird, wird kein Komma benötigt.

Beispiel:

  • Da bin ich aber ganz anderer Ansicht.
  • Das interessiert mich aber nicht!
  • Das kannst du so doch nicht sagen!

Weitere Wörter, die als Füllwörter verwendet werden können sind beispielsweise auch, doch, deshalb oder darum.

  • Entscheide: Komma ja oder nein?
  • Du gehst indessen lieber nach Hause.
  • Du hast Recht aber das nervt trotzdem!

4. Lösungen zu den Übungen

Weil es spät geworden ist, geht Tim nach Hause. unterordnend
Sie gingen erst, nachdem es hell geworden war. unterordnend
Es wird heiter oder es wird wolkig. nebenordnend
Bevor du denselben Fehler wieder machst, schau richtig hin. unterordnend
Wir gingen nicht aus dem Haus, denn es regnete in Strömen. nebenordnend
Jana lief Schlittschuh auf dem Eis und Florian baute ein Iglu. nebenordnend

unterordnende Konjunktion

nebenordnende Konjunktion

weil, nachdem, bevor, denn

oder, und

Zu 2

Florian ist froh, weil er bei diesem Wetter nicht auf die Straße gehen muss. Er setzt sich an den
Computer, bevor er mit seinem Freund Tim telefoniert. Der sagt zu, vorbeizukommen, nachdem er sein Handballspiel beendet hat. Weil sie sich ein Spiel ausleihen wollen, bleiben sie bestimmt wieder die halbe Nacht wach.

Zu 3

Miriam isst Suppe und Florian isst Äpfel.
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, dann ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.
Er sah den Hund, wie er sich den Knochen holte und ging ihm hinterher.
Das Baden macht Spaß, denn es ist heut schönes Wetter!
Sie verabschiedeten sich, aber einige waren traurig, weil sie gern noch geblieben wären.
In Berlin ist es kalt, aber in Rom ist es warm.

Das interessiert mich aber nicht!
Du gehst indessen lieber nach Hause.
Du hast Recht, aber das nervt trotzdem!
Das kannst du so doch nicht sagen!

Komma vor erweiterten Infinitiven und Partizipialgruppen

1. Definition erweiterte Infinitive

„Infinit“ ist ein anderes Wort für „ungebeugt“. Infinitive sind ungebeugte Verbformen.

Wir können nach verschiedenen Kategorien beugen bzw. konjugieren.

Beispiele:

oich gehe (1. Person Singular)

owir schlafen (3. Person Plural)

Welche der Verbformen sind infinit?

  • Gehen
  • Sind
  • Sehen
  • Steht
  • kommt

Ein sogenannter erweiterter Infinitiv wird mit dem Infinitiv des Verbs und mit zu gebildet.

Beispiele:

  • Sie versucht zu schlafen.
  • Es ist unmöglich zu lernen.

2. Komma vor erweiterten Infinitiven

In Infinitivgruppen musst du nur dann ein Komma setzen, wenn es zu Missverständnissen kommen kann.

In unserem Beispielsatz

  • Sie versucht zu schlafen.
  • Er befiehlt Peter zu gehorchen.
  • Er befiehlt, Peter zu gehorchen.
  • Er befiehlt Peter, zu gehorchen.

wird kein Komma benötigt. Anders verhält es sich mit dem Satz:

Inwiefern ändert sich die Aussage dieser Sätze?

3. Definition erweiterte Partizipialgruppen

Partizipialgruppen sind Wortgruppen, die ein Partizip enthalten.

Beispiele:

  • In die Hände klatschend ging er aus der Tür. (Partizip I)
  • Die Hände zur Faust geballt stand er da. (Partizip II)

4. Komma vor erweiterten Partizipialgruppen

Nach der neuen Rechtschreibung setzen wir nur noch ein Komma vor erweiterten Partizipialgruppen, wenn wir Missverständnisse vermeiden wollen oder der Satz undeutlich gegliedert ist.

Beispiel:

  • Sie rannte, ärgerlich über die eigenen Füße stolpernd, mit geballter Faust in die Tiefgarage

Unterstreiche die Partizipialgruppen und setze, wenn nötig, gliedernde Kommas:

  • Das neue Stück wurde gerade drei Mal nur aufgeführt vom Spielplan genommen.
  • Die Augen gen Himmel gerichtet stand sie da.
  • Er schaute sich mit grober Mimik wild gestikulierend und schimpfend nach einem neuen Auto um.
  • Aufs Beste ausgerüstet startete die Gruppe in die Ferien.

5. Lösungen zu den Übungen

Zu 1

gehen - infinit
sind – wir sind, sie sind
sehen - infinit
steht – er, sie, es steht
kommt – er, sie, es steht

Zu 2

Satz 1 ist nicht eindeutig.
Satz 2 drückt aus, dass jemand Peter gehorchen soll.
Satz 3 drückt aus, dass Peter gehorchen soll.

Zu 3

Das neue Stück wurde, gerade drei Mal nur aufgeführt, vom Spielplan genommen.
Die Augen gen Himmel gerichtet(,) stand sie da.
Er schaute sich, mit grober Mimik wild gestikulierend und schimpfend, nach einem neuen Auto um.

Aufs Beste ausgerüstet startete die Gruppe in die Ferien.

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