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Satzglieder

Ein wichtiges Thema in der 7. Klasse in Deutsch sind die Satzglieder. Genau hierzu liefert der Artikel Erklärungen und Beispiele.

1. Aus Wörtern werden Sätze

Sätze bestehen aus verschiedenen Wörtern. Nun ist allerdings nicht jede Wortfolge ein Satz.

In der Regel enthält jeder Satz im Deutschen enthält ein Subjekt, ein Verb und ein Objekt.

  • Peter ist Eis.
  • Eis ist Peter.
  • Geh!
  • Peter schläft.

Diese Reihenfolge kann man im Deutschen oft umdrehen. Dies ist immer der Fall in Fragen.

Was ist Peter?

Beachte: Abweichen davon findest du im Deutschen auch sehr kurze Sätze.

Beispiele:

2. Satzglieder

Sätze bestehen aus Wörtern bzw. Wortgruppen.

Wenn ein Wort oder eine Wortgruppe in einem Satz eine bestimmte Funktion hat, so bezeichnen wir es als Satzglied.

Wir schauen uns zunächst einen einfachen Aussagesatz. an:

  • Peter schläft.
  • Peter schläft im Bett.
  • Die Katze schläft.
  • Die braune Katze schläft.
  • Der Hund bellt.
  • im Akkusativ: Der Hund frisst den Knochen
  • im Dativ: Peter gibt dem Hund einen Knochen.
  • Frage nach dem Subjekt im Nominativ: Wer oder was?
  • Frage nach dem Objekt im Akkusativ: Wen oder was?

Peter = Nomen, Funktion des Subjekts
schläft = Verb, Funktion des Prädikats

Peter = Subjekt
schläft = Prädikat
im = Präposition
Bett =Objekt
im Bett = Dativobjekt (Wo?)

3. Teste dein Wissen

Bilde vollständige Sätze! Beuge die Verben und finde die richtigen Artikel!

Ich

gehen

mir

alles

Peter

stehen

sich

alle

Supermarkt

Morgen

laufen

dir

nach

Süßigkeiten

Geh

kaufen

auf

Schule

Anna

sein

in

alle Lösungen

Wir

essen

beim

keine Wahl

Unsere Mutter

wissen

wir

immer

Hause

Meine Tante

sagen

ihr

nie

Schwimmen.

4. Lösungen zu den Übungen

Hier einige Beispiele:


Ich gehe in die Schule.
Peter isst alles.
Morgen sind wir in der Schule.
Geh!
Anna gibt mir immer alle Lösungen.
Wir sagen ihr alles.
Unsere Mutter geht nie Schwimmen.
Meine Tante läuft nach Hause.

Die Baupläne der Satzglieder

1. Nomen als Satzglieder

Artikel und Nomen fassen wir zu einer Nomen-Gruppe zusammen. Sie sind ebenfalls ein Satzglied.

Beispiel:

Die Katze = Subjekt/Nomen-Gruppe
schläft = Prädikat/Verb

Beachte: Satzglieder dürfen nie getrennt werden.

Nomen(-Gruppe)

Prädikat

Die

Blume

blüht.

Die Blume

blüht.

Die

Frau

lacht.

________________

_____________

Hexen

hexen.

________________

_____________

Das

Feuer

brennt.

________________

_____________

Im Deutschen stehen die Artikel vor dem Nomen.

Zwischen Nomen und Artikel können Adjektive stehen.

Nomen und Nomen-Gruppen stehen im Nominativ, wenn sie die Funktion des Subjekts übernehmen.

Sind Nomen das Objekt eines Satzes, stehen sie im Akkusativ oder im Dativ.

Steht ein Nomen ohne vorausgehende Präposition im Dativ, sprechen wir vom Dativ-Objekt.

Steht ein Nomen ohne vorausgehende Präposition im Akkusativ, sprechen wir vom Akkusativ-Objekt.

oFrage nach dem Objekt im Dativ: Wem oder was?

Beispiel:

Ute

schenkt

Martin

ein grünes Radio.

Subjekt

Prädikat/Verb

Objekt 1

Objekt 2

Wer? (Nominativ)

Wem/was? (Dativ-Objekt)

Wen/was? (Akkusativ-Objekt)

2. Verben als Satzglieder

Es gibt unterschiedliche Arten von Verben.

  • einfaches Verb: stehen

omehrgliedriges, reflexives Verb: sich anziehen

oVerbgruppe: müssen + gehen

In allen Fällen rechnen wir alle Verbteile eines mehrgliedrigen Verbs oder einer Verbgruppe zum Prädikat des Satzes.

Beispiele:

  • Peter steht vor dem Spiegel.
  • Er muss zur Schule gehen.

oEr zieht sich an.

Unterstreiche die Prädikate!

  • Er muss überlegen.
  • Er hat Glück gehabt.

oEr hatte gehofft.

oMan soll immer mitdenken.

oEr hätte hören müssen.

oEr duscht sich.

3. Satzglieder mit Präpositionen

Präpositionen stehen immer vor Nomen(-gruppen).

Beispiele:

  • Peter hat Angst vor Spinnen.
  • Rotkäppchen verläuft sich tief im Wald.
  • Liest du gern?
  • Geh zum Bäcker!

Wovor hat Peter Angst? – Vor Spinnen. (Präpositionalobjekt)

Wo verläuft sie sich? – Tief im Wald. (adverbiale Bestimmung)

Adverbiale Bestimmung oder Präpositionalobjekt? Finde die richtigen Fragewörter und bestimme das Objekt!

Peter wartet auf Rita.

Auf wen wartet Peter?

Auf Rita.

Präpositionalobjekt

Meike ist gut in Mathe.

Die Katze springt auf den Baum.

Peter wartet auf die Ferien.

Sie wäscht sich jeden Morgen.

Ich freue mich sehr.

Sie ist lieber mit Stäbchen.

Tipp: Bei Fragen nach dem Präpositionalobjekt ist die Präposition häufig bereits im Fragewort versteckt.

Bei adverbialen Bestimmungen findest du die Präpositionen nicht in der Frage. Häufig fragt man nach ihnen mit Wie?

4. Lösungen zu den Übungen

Nomen(-Gruppe)

Prädikat

Die

Blume

blüht.

Die Blume

blüht.

Die

Frau

lacht.

Die Frau

lacht

Hexen

hexen.

Hexen

hexen

Das

Feuer

brennt.

Das Feuer

brennt

Zu 2

Er muss überlegen.

Er hatte gehofft.

Man soll immer mitdenken.

Er hätte hören müssen.

Er duscht sich.

Er hat Glück gehabt.

Zu 3

Peter wartet auf Rita.

Auf wen wartet Peter?

Auf Rita.

Präpositionalobjekt

Meike ist gut in Mathe.

Worin ist Maike gut?

In Mathe.

Präpositionalobjekt

Die Katze springt auf den Baum.

Worauf springt sie?

Auf den Baum.

Präpositionalobjekt

Peter wartet auf die Ferien.

Worauf wartet er?

Auf die Ferien.

Präpositionalobjekt

Sie wäscht sich jeden Morgen.

Wie oft wäscht sie sich?

Jeden Morgen.

adv. Bestimmung

Ich freue mich sehr.

Wie (viel)?

Sehr.

adv. Bestimmung

Sie ist lieber mit Stäbchen.

Wie?/ Auf welche Art?

Lieber mit Stäbchen.

adv. Bestimmung

Die Stellung der Verben im Satz

1. Das Verb an erster Position

Steht das finite Verb an erster Position, sprechen wir auch von Verbzweitsätzen. Dies ist der Fall in

  • Fragesätzen und
  • Aufforderungssätzen

Beispiele:

Ergänze die fehlenden Verben!

  • ____________ du ein Stück Kuchen?
  • ____________ das dein Ernst?

o____________ du das mal halten?

o____________ mir das Buch!

o____________ mir das mal vor!

o____________ auf den Verkehr!

2. Das Verb an zweiter Position

Steht das finite Verb an zweiter Position im Satz, sprechen wir auch von Verbzweitsätzen.

Die Satzstellung in einem normalen Aussagesatz ist Subjekt – Prädikat – Objekt.

Beispiel:

  • Susi holt Brötchen. (Subjekt – Prädikat – Objekt)
  • Brötchen holt Susi. (Objekt – Prädikat – Subjekt)
  • Es ärgert mich, dass du zu spät gekommen bist.
  • Ich finde es toll, dass ________________________.
  • Ich freue mich auf die Ferien, weil ________________________.
  • Es ist schade, dass ________________________.
  • Mein Lieblingsfach ist ………, weil ________________________.

Beachte: Im Deutschen kann man das Objekt auch mit dem Subjekt vertauschen.

In diesem Fall ist es unproblematisch, weil wir Brötchen nicht für das Subjekt halten, da Brötchen niemanden abholen können. Schwierig wird jedoch ein Satz, in dem wir nicht mehr erkennen können, was Subjekt und was Objekt ist, weil es sich weder aus der Bedeutung erschließt, noch grammatisch markiert ist.

Vertausche Subjekt und Objekt!

Hunger ist der beste Koch.

Der beste Koch ist Hunger.

Jeder braucht einen Kamm.

________________________

Er hat das gesehen.

________________________

Petra hat Rita abgeholt.

________________________

Die Frau ruft ihren Hund.

________________________

Die Sonne scheint den ganzen Tag.

________________________

3. Das Verb an letzter Position

Als Verbletztsätze bezeichnen wir Sätze, in denen das finite Verb am Ende des Satzes steht.

In der Regel werden diese Sätze durch eine Konjunktion eingeleitet. Wir bezeichnen solche Sätze auch als Nebensätze.

Beispiel:

Ergänze die Sätze! Achte auf die Verbstellung!

4. Lösungen zu den Übungen

Zu 1

Möchtest du ein Stück Kuchen?
Kannst du das mal halten?
Gib mir das Buch!
Lies/rechne mir das mal vor!
Achte auf den Verkehr!
Ist das dein Ernst?

Zu 2

Hunger ist der beste Koch.

Der beste Koch ist Hunger.

Jeder braucht einen Kamm.

Einen Kamm braucht jeder.

Er hat das gesehen.

Das hat er gesehen.

Petra hat Rita abgeholt.

Rita wurde von Petra abgeholt.

Die Frau ruft ihren Hund.

Ihren Hund ruft die Frau.

Die Sonne scheint den ganzen Tag.

Den ganzen Tag scheint die Sonne.

Zu 3

Hier einige Beispiele:

Ich finde es toll, dass wir ins Kino gehen.

Ich freue mich auf die Ferien, weil ich dann immer lange schlafe.

Es ist schade, dass wir schon gehen müssen.

Mein Lieblingsfach ist Mathe, weil Rechnen leicht ist.

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