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Sprechakte und Sprechhandlungen

Ein wichtiges Thema in der 6. Klasse in Deutsch sind die Sprechakte und Sprechhandlungen. Genau hierzu liefert der Artikel Erklärungen und Beispiele.

1. Sprache und Handeln

Wir können mit Sprache handeln. Stell Dir mal vor, Du sagst zu jemandem, mit dem Du in einem Raum stehst, „Es zieht.“ und derjenige schließt auf Grund dieser Äußerung das Fenster. Dann hast Du allein durch die Äußerung eines Aussagesatzes jemanden zu einer Handlung bewegt.

Wir können also mit Sprache nicht nur Feststellungen treffen, sondern Handlungen vollziehen und somit direkten Einfluss auf unsere unmittelbare Umgebung ausüben.

So können wir

  • fragen, antworten, drohen, befehlen, auffordern, bitten, taufen, ....
  • Ich fordere dich auf, das Haus zu verlassen.
  • Ich bitte dich, aufzuräumen.
2. Sprechhandlungen

Wir können die Handlung, die wir mit einer Äußerung vollziehen wollen, mit dem finiten Verb repräsentieren.

Beispiele:

In Aufforderungssätzen können wir das handlungsanzeigende Verb auch weglassen.

  • Verlasse das Haus!
  • Ich fordere Dich auf, gib mir die Tomate! – Hier will der Sprecher den Hörer zu einer Handlung bringen.
  • Ich verspreche dir, pünktlich zu sein! – Hier vollzieht der Sprecher selbst eine Handlung und geht eine Verpflichtung ein.
3. Sprechakte

Äußerungen, die wir vollziehen und mit denen wir handeln (jemanden zum Handeln bringen oder selbst handeln), nennen wir Sprechakte.

Mit welchen Sprechakten bringen wir jemanden zum Handeln und mit welchen Sprachakten handeln wir selbst?

Entscheide, ob hier der Hörer oder der Sprecher handelt!

  • Willst du mit ins Schwimmbad? ________________________
  • Ich fordere Sie auf, das zu unterlassen ________________________

oIch bewillige diesen Antrag. ________________________

In welchen Sätzen kann das handlungsanzeigende Verb weggelassen werden, ohne dass sich die Wirkung der Äußerung verändert? Forme die Sätze um!

  • Ich bitte dich, zu verschwinden. – Verschwinde bitte!
  • Ich bitte dich, mir die Butter zu reichen. ________________________
  • Ich antworte, es ist halb zehn. ________________________
  • Ich frage dich, ob du nachher mitkommst. ________________________
  • Ich drohe dir, du kommst ins Gefängnis. ________________________
  • Ich taufe dich auf den Namen „Stinkender Fisch“. ________________________
Lösungen zu den Übungen

Zu 3

Ich beantrage eine Kur. Hier soll der Hörer dazu bewegt werden mitzukommen.

Ich bewillige diesen Antrag. Sprecher vollzieht Handlung

Ich fordere Sie auf, das zu unterlassen. Hier soll der Hörer handeln.

Reich mir die Butter bitte!
Es ist halb zehn. (Diese Aussage ist nicht eindeutig als Antwort zu erkennen.)
Kommst du nachher mit?
Du kommst ins Gefängnis. (Diese Aussage klingt wie eine Tatsache, keine Drohung.)
Das Verb taufen kann man nicht weglassen, ohne den Sinn des Satzes zu ändern.

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