Phobien

Was ist eine Phobie?

Das Wort Phobie stammt von dem griechischen Wort „phobos“ ab, was Furcht bedeutet. Eine Phobie ist eine übermäßige Angst vor objektiv ungefährlichen Dingen oder Situationen. Eine Phobie schränkt das persönliche Verhalten stark ein. Dabei muss die Gefahr für diese Angst gar nicht real vorliegen, die Vorstellung davon genügt unter Umständen schon. Ursachen für Phobien oder deren Verstärkung können tatsächliche, vergangene Angsterlebnisse oder kindliche Erlebnisse und Ängste sein.

Diese Objekt- oder Situationsangst lässt sich wissenschaftlich auf eine innere Triebgefahr oder Triebangst bzw. einer Angst vor dem Triebdurchbruch und seiner Befriedigung an einem Objekt erklären. Dabei erfolgt eine Verschiebung von dem ursprünglichen Triebobjekt auf das angststiftende Ersatzobjekt oder die Ersatzsituation. Hat man z.B. eine Spinnenphobie, so lässt sich diese neurotische Furcht nicht allein durch die Existenz von Spinnen ursächlich erklären. Dafür muss man tiefer in die Trieb- und Bedürfnisebenen eines Menschen eindringen.

Grundsätzlich können alle Objekte und alle Situationen Phobien auslösen, mit Angst belegt werden. Demzufolge sind Phobien, bezogen auf den Inhalt und Gegenstand, sehr zahlreich. Man kann unter einer oder mehreren Phobien leiden.

Welche Phobien gibt es?

Es gibt circa 600 verschiedene Phobien. Dabei unterscheidet man zwischen spezifischen Phobien und sozialen Phobien. Bei einer sozialen Phobie hat man Angst vor einer negativen Bewertung der Umwelt. Man vermeidet es dann zum Beispiel im Mittelpunkt zu stehen, negativ aufzufallen oder auf andere zuzugehen. Bei einer spezifischen Phobie hat man vor einer spezifischen Situation Angst. Häufige Arten einer spezifischen Phobie sind Angst vor Tieren, engen Räumen, Höhenangst, Flugangst, oder die Angst sich mit einer gefährlichen Krankheit anzustecken.

Hier findet ihr einige weitere Beispiele für weit verbreitete Phobien:

  • Agoraphobie: die Angst vor freien Plätzen
  • Agaraphobie: die Angst angefasst zu werden
  • Abluthophobie: die Angst vor Waschen und Baden
  • Akarophobie: die Angst vor Insekten
  • Aerophobie: die Angst davor, Luft einzuatmen oder zu schlucken, aber auch die Angst davor, giftige Gase einzuatmen und sogar die Angst vor Zugluft
  • Arachnophobie: die Angst vor Spinnen
  • Emetophobie: die Angst vor dem Erbrechen
  • Klaustrophobie: die Angst vor engen, geschlossenen Räumen
  • Erythrophobie: die Angst vor dem Erröten
  • Akrophobie: die Höhenangst
  • Algophobie: die Angst vor spitzen Gegenständen
  • Xenophobie: die Angst vor dem Fremden, Unbekannten, nicht Gewohnten (Menschen und Situationen)
  • Dysmorphophobie: die Angst hässlich zu sein
  • Aviophobie: die Angst vorm Fliegen

Welche Kennzeichen hat eine Phobie?

Wer unter einer Phobie leidet hat nicht spezifisch Angst vor den Objekten oder Ereignissen selbst, sondern vor den Konsequenzen, die mit dem Kontakt verbunden sind. Den Betroffenen ist es oft selbst logisch klar, dass ihre Angst unbegründet ist, sie schaffen es aber nicht sich in diese Situation, die ihnen so viel Angst macht, zu begeben.Sie verbringen deshalb einen Großteil ihrer Zeit damit diese Situation zu meiden. Durch dieses Verhalten verwehren sie sich aber auch das Wissen, dass sie die Situation aushalten könnten und dass die Situation ungefährlich ist. Eine Phobie wird mit der Zeit immer stärker und kann den gesamten Tagesablauf und somit das Leben stark beeinflussen.

Was sind die Ursachen einer Phobie?

Unterschiedliche Ursachen können dazu führen, dass man eine Phobie entwickelt:

  • Traumatisches Erlebnis in einer bestimmten Situation
  • Überforderung oder ungelöste Konflikte
  • Das nicht Überwinden einer Angst aus der Kindheit (Angst vorm Alleinsein, vor Gewitter)
  • Übernahme der Phobie der Eltern

Es gibt noch viele andere Ursachen von Phobien. Bei einer Phobie ist es immer so, dass die Situation als gefährlich bewertet wird und man sich ausmalt, wie schlimm es einem in der Situation ergehen wird. Nicht die Situation als solche ist das Problem, sondern die Bewertung, die der Situation nicht angemessen ist.

Was sind die Symptome einer Phobie?

Die Symptome einer Phobie haben Einfluss auf Gedanken, Gefühle, Verhalten und auf den Körper im Allgemeinen. Zu den Symptomen zählen:

  • Die Gedanken kreisen um Gefahr
  • Die Wahrscheinlichkeit einer Gefahr wird überschätzt
  • Man kann sich auf nichts anderes mehr konzentrieren
  • Ein Gefühl von Angst
  • Unsicherheit
  • Gereiztheit
  • Angespanntheit
  • Herzrasen
  • Steigender Blutdruck
  • Trockener Mund
  • Beschleunigter Atem
  • Schwitzen oder zittern
  • Unruhe
  • Beklemmungsgefühle
  • Übelkeit
  • Harndrang
  • Vermeidung der vermeintlich gefährlichen Situation
  • Panisches flüchten aus der Situation
  • Suchtverhalten, um die Angst zu betäuben (Alkohol, Tabletten…)

 

Was kann man gegen eine Phobie machen?

Wenn eine Phobie als diese erkannt wurde, ist sie meist gut zu behandeln durch eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten. Meist wird eine Verhaltenstherapie empfohlen, wo ein Konfrontationsverfahren angewandt wird. Bei dem Konfrontationsverfahren setzt sich die Person, die unter der Phobie leidet, bewusst der angstauslösenden Situation aus. Dabei soll die Person dann bewusst wahrnehmen, dass er oder sie vor der Situation keine Angst haben braucht, da kein Risiko besteht.

Zudem helfen auch Entspannungstechniken oder Sportarten wie Yoga, um die Phobie etwas in den Griff zu bekommen. Natürlich ersetzen diese Hilfsmittel nicht die Therapie. Generell gibt es auch kein universales Rezept, um eine Phobie zu besiegen. Jede Person und jede Phobie ist anderes und muss individuell betrachtet werden.

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