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Mit Energie und Konzentration durch die ersten Schuljahre

Hier finden Sie nützliche Tipps für eine gesunde Ernährung in die ersten Schuljahren

Konzentration

Da das Gehirn im Grundschulalter weiter reift, hat die Ernährung in dieser Zeit einen wesentlichen Einfluss auf die geistige Entwicklung Ihres Kindes. Während im Kindergartenalter vor allem eine eiweißreiche Ernährung in Form von Milch und Milchprodukten im Vordergrund steht 1, benötigen Grundschulkinder nun verstärkt Kohlenhydrate, die ihrem höheren Energiebedarf gerecht werden. Ebenso wichtig sind Vitamine aus Obst und Gemüse, aber auch bestimmte Mikronährstoffe wie Eisen und Zink. Enthält die Nahrung beispielsweise dauerhaft zu wenig Zink, kann dies zu Wachstumsverzögerungen führen oder eine Immunschwäche hervorrufen, wodurch das Kind häufiger erkrankt 2. Durch zinkreiche Lebensmittel wie Käse, Sonnenblumenkerne, Weizen- und Haferkörner, aber auch Fisch und Fleisch können Sie Ihr Kind ausreichend mit diesem Nährstoff versorgen. Fühlt sich Ihr Kind hingegen häufig schlapp und müde oder hat Probleme sich zu konzentrieren, könnte dies auf einen Eisenmangel hindeuten 3. Weizen, Roggen und Hülsenfrüchte enthalten nicht nur jede Menge Eisen, sondern erhöhen zudem die geistige Leistungsfähigkeit Ihres Kindes. Sie werden daher auch als Brainfood bezeichnet, da sie wichtige Nährstoffe für das Gehirn und seine Funktionen enthalten.


Wie kann ich meinem Kind helfen, sich in der Schule besser zu konzentrieren?

Frühstück – der perfekte Start in den Tag
Wie stressig es bei Ihnen am Morgen zu Hause auch zugehen mag – genügend Zeit für ein entspanntes und ausgewogenes Frühstück ist empfehlenswert. Beginnen Kinder ihre erste Schulstunde nämlich mit einem leeren Magen, können sie sich schon zu Beginn des Tages nicht richtig konzentrieren. Ein gutes Frühstück setzt sich aus Vollkorn- und Milchprodukten sowie Obst und Gemüse zusammen 4. Vollkornprodukte versorgen den Körper über viele Stunden mit Energie und sorgen somit für eine hohe Leistungsfähigkeit des Gehirns. Insbesondere Haferflocken wirken sich aufgrund der enthaltenen Spurenelemente positiv auf das Nervensystem aus. Streut man diese über Joghurt und Obst, kann dies weitere positive Effekte erzielen. Manche Obstsorten wie Bananen, Erdbeeren oder Birnen können die Lernkapazität des Gehirns erhöhen und Konzentrationstiefs vorbeugen. Vermeiden Sie jedoch bitte weitestgehend Getränke mit hohem Zuckergehalt, stark gesüßte Cerealien, Weißbrot oder süße Backwaren. Diese Lebensmittel enthalten hauptsächlich Einfachzucker, die kurzfristig den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen. Nach wenigen Minuten fällt dieser jedoch auf ein niedrigeres Niveau als zuvor zurück. Die Folgen sind Müdigkeit und Unkonzentriertheit.

Falls Ihr Kind am Morgen das Essen noch nicht „runterbekommen“ sollte, können Sie ihm alternativ auch einen selbstgemixten Powerdrink aus den wichtigsten Inhaltsstoffen anbieten.

Alternative Frühstücksform – der Powerdrink
  • 1 Natur-Joghurt
  • 2 EL Quark
  • 3 EL Haferflocken
  • Obst (Apfel, Birne, Beeren, Banane, etc.)
  • 1 Schuss Milch
    ⇒ 90 Sekunden im Mixer zerkleinern

Trinken – der entscheidende Faktor

viel trinken

Neben einem ausgewogenen Frühstück ist es wichtig, dass Ihr Kind ausreichend trinkt. Im Grundschulalter ist ungefähr einen Liter pro Tag zu empfehlen. Das führt dazu, dass das Gehirn ausreichend mit Sauerstoff versorgt und der Körper besser durchblutet wird. Trinkt ein Kind zu wenig, kann es zu Kopfschmerzen und Problemen bei der Aufmerksamkeit kommen. Doch Vorsicht bei Getränken mit hohem Zuckergehalt! Diese wirken sich negativ auf die Zähne, das Gewicht und die Konzentrationsfähigkeit des Kindes aus.

Tipps rund um das Trinken
✔ 1 Liter pro Tag (30 ml pro Kilogramm Körpergewicht) 5
✔ lustige Trinkflaschen sorgen für mehr Spaß am Trinken
✔ Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Fruchtsäfte
 Cola, Limonade, Säfte und Milchgetränke mit hohem Zuckergehalt

Zwischenmahlzeiten – der wertvolle Energiekick
Die Leistungsfähigkeit jedes Menschen unterliegt im Laufe des Tages gewissen Schwankungen. Ist ein Kind besonders unruhig und zappelig, ist dies nicht zwangsläufig ein Zeichen von zu viel Energie, sondern kann eher auf fehlende Energie hindeuten. Ihm fehlt die Kraft sich zu konzentrieren und stillzusitzen. Kleine Zwischenmahlzeiten sorgen dafür, dass die Leistungskurve kontinuierlich auf einem höheren Niveau bleibt. Ein zweites Frühstück trägt daher dazu bei, dass Ihr Kind die Unterrichtsstunden über den gesamten Tag aufmerksamer verfolgen kann.

Gesundes Pausenbrot – Abwechslung ist das A und O
Ein Vollkornbrot oder -brötchen bietet die optimale Basis für das zweite Frühstück. Vollkornprodukte enthalten langkettige Mehrfachzucker, die das Gehirn über mehrere Stunden mit Energie versorgen. Kindgerechte Brotbeläge sind Kräuterquark, Frischkäse, Scheibenkäse, fettarme Wurst oder in Scheiben geschnittene, gekochte Eier. Salatblätter und dünne Gurken- oder Radieschen-Scheiben sorgen zusätzlich für Frische. Bananenscheiben auf einer dünnen Schicht Butter oder Quark sind ebenfalls lecker und beeinflussen die Lernkapazität ihres Kindes. Denn auch Bananen gehören zum Brainfood, die aufgrund ihrer gesunden Mehrfachzucker über eine lange Dauer Energie spenden. Neben dem Brot sollten Sie eine Portion Obst und Gemüse in die Brotbüchse legen. Mandarinen, Beeren oder geschnittene Äpfel eignen sich dafür besonders gut. Als Gemüse können Sie Kirschtomaten, geschnittene Gurke, Möhre, Paprika oder Kohlrabi mitgeben. Die Kinderhand gilt dabei immer als Richtwert für die Portionsgröße. Beispielsweise passen kleine Apfelscheiben besser in die Hand eines Grundschülers, als ein ganzer Apfel. Ansprechend aussehende Käse-Obst-Spieße werden ebenfalls gut von Kindern angenommen.

Es ist wichtig, dass Kinder immer wieder andere Lebensmittel in der Brotbüchse entdecken und diese einen appetitlichen Eindruck machen. So wird Ihr Kind dauerhaft Spaß an gesunder Ernährung haben. Wie man einige dieser Lebensmittel abwechslungsreich und kindgerecht kombinieren kann, sehen Sie in unserem Artikel „5 Ideen für eine gesunde und abwechslungsreiche Brotbüchse“.

Schokoriegel und Fertigprodukte? Bloß nicht!
Vermeiden Sie bitte unbedingt eingeschweißte Fertigprodukte, auch wenn diese angeblich besonders gut für Kinder geeignet sein sollen. Sie enthalten häufig zu viel ungesunden Einfachzucker und jede Menge Zusatzstoffe. Auch Schokoriegel und andere Süßigkeiten sollten nicht täglich in der Brotbüchse zu finden sein. Nach einem kurzfristigen Energiekick fühlt sich Ihr Kind sonst erschöpfter als vor dem Snack.

Mittagessen

Gesunde Ernährung

Isst Ihr Kind am Mittag zu Hause, können Sie den Speiseplan ausgewogen und gesund gestalten. Während Fleisch nicht an jedem Tag auf dem Speiseplan stehen sollte, kann Fisch ruhig ein- bis zweimal in der Woche zubereitet werden. Die gesunden Omega-3-Fettsäuren bestimmter Fischsorten wie Lachs, Thunfisch oder Hering wirken sich nämlich positiv auf die Gedächtnisleistung aus. Außerdem sollten Kinder und Erwachsene am Tag fünf Portionen Obst und Gemüse zu sich nehmen 6. Gemüse unterstützt die Aufnahmefähigkeit, so dass Kinder nach einem langen Schultag noch einmal die notwendige Konzentration für die Hausaufgaben aufbringen können. Während Blumenkohl beispielsweise Nervosität mindert, reduziert das Magnesium aus Brokkoli und Spinat Anspannung und Stress. Auch Erbsen sind aufgrund der enthaltenen Vitamine eine echte Gehirn- und Nervennahrung. Da nicht jedes Kind die Möglichkeit hat, während der Schulwoche zu Hause zu essen, können Sie diese Tipps natürlich auch am Wochenende umsetzen.

Abendbrot

Gesunde Ernährung

Zum Abendbrot sollten viele Ballaststoffe, Vitamine und auch ein paar Kohlenhydrate gegessen werden. Das ist wichtig, damit der Körper auch in der Nacht genügend Nährstoffe aufnehmen und am nächsten Tag die volle Leistungsfähigkeit entfalten kann. Wie auch zum Frühstück eignet sich Vollkornbrot mit fettarmer Wurst oder Käse und frisches Gemüse besonders gut. Aber auch gedünstetes Gemüse mit ein wenig Reis oder Nudeln ist ein guter Vitaminlieferant für das Gehirn. Als Nachspeise kann ein leckerer Obstsalat zubereitet werden. Hier können Sie besonders viel Brainfood verwenden: z.B. Birnen, Bananen, Beeren und Nüsse. Ein Schuss Obstsaft oder etwas Honig verleihen dem Salat ein wenig Süße.

Die optimale Ernährung sollte also sowohl ausgewogen als auch dem Energiebedarf des Kindes angepasst sein. Gesunde Zwischenmahlzeiten sorgen für die notwendige Energie am Vor- und Nachmittag und beugen Konzentrationstiefs vor.

Eine ausführliche Auflistung von Lebensmitteln, welche die Lern- und Konzentrationsfähigkeit ihres Kindes steigern, finden Sie im Artikel Brainfood – Energie für Kopf und Körper.

Quellen:
1 http://www.kinderaerzte-im-netz.de/altersgruppen/kleinkinder/richtige-
  ernaehrung/die-milch-machts/
2http://dgk.de/gesundheit/mikronaehrstoffebiosubsta...
  zink/mangel-dosierung-vorkommen.html
3http://dgk.de/gesundheit/mikronaehrstoffebiosubsta...
  eisen.html
4https://www.in-form.de/buergerportal/in-form-sein/...
  ernaehrung-in-allen-lebenslagen/gesunde-und-leckere-kinderkost-was-ist-
  das.html
5http://www.gesundheitsamt.bremen.de/detail.php?gsi...
6https://www.in-form.de/buergerportal/in-form-sein/...
  gesund-essen/die-10-regeln-der-ernaehrung.html

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