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Spielerisch lernen

Wenn kleine Kinder die Welt entdecken, dann tun sie dies spielerisch. Sie probieren die unterschiedlichsten Dinge aus, ahmen nach und erfahren die Welt sinnlich. Lernen erfolgt auf spielerische Art und Weise.

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Entsprechend sollte das Lernen in den ersten Schuljahren besonders alltagsnah und ganzheitlich gestaltet sein. Beim Spielen entwickeln Kinder ihre Gesamtpersönlichkeit, denn sie üben und entwickeln Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die sie im Leben brauchen. Spielerisch lernen bedeutet, die kognitive, soziale, emotionale, motorische und kreative Entwicklung des Kindes zu fördern. Spielen wirkt einerseits belebend und anregend, kann aber andererseits auch einen beruhigenden und entspannenden Effekt haben. Den kindlichen Spieltrieb kann der Lehrer ebenso wie der Nachhilfelehrer zum Lernen nutzen. Schließlich soll Lernen Spaß machen, denn nur so fällt es auch kleineren Kindern leicht, sich über längere Zeiträume auf ein Thema zu konzentrieren.

Spielerisch lernen steckt allen Lebewesen in den Genen

Schauen wir uns einmal in der Tierwelt um, dann fällt uns auf, dass auch Tierkinder ihre Welt durch den Spieltrieb kennen lernen. In freier Wildbahn müssen viele Tiere um ihr Überleben durch natürliche Feinde fürchten. Deswegen wird mittels des Spiels für den Ernstfall geprobt. Hundewelpen untereinander legen ein ähnliches Verhalten an den Tag, wie wir es aus Dokumentarfilmen kennen, die wildlebende Löwenjungen beobachten. Es wird mit den Geschwistern gerangelt und Bisse werden angedeutet. Dieses Rangeln und Beißen wird im Erwachsenenalter dann oft bitterer Ernst.

Beim Menschen sind mit diesem „Ernstfall“ zunächst der Aufstieg in höhere Schulformen und der Einstieg in das spätere Berufsleben gemeint. Der uns angeborene Spieltrieb ermöglicht das Lernen durch Versuch und Irrtum. Das bedeutet, dass auch das Fehler machen beim Lernen förderlich ist, denn nur so kann das Kind zwischen falsch und richtig unterscheiden. Auf diese Weise fördert das Spielen gleich mehrere Lernprozesse auf einmal. In den frühen Entwicklungsjahren übt das Kleinkind zunächst seine grob- und feinmotorischen Fähigkeiten. Ein gutes Beispiel dafür sind etwa Formensortierspiele, bei denen das Kind gleichzeitig noch das logische Denken trainiert, denn der runde Baustein passt nun mal nicht in das eckige Loch, sondern eben nur in das runde Loch. Durch andere Spiele z. B. Brettspiele wie „Mensch ärgere Dich nicht“ wird im wahrsten Sinne des Wortes die Frustrationstoleranz geübt und zugleich die Konzentration und das Zählen kleinerer Werte. Darüber hinaus üben Kinder beim Spielen in der Gruppe die Kommunikation via Sprache.

Wie man Kinder beim spielerischen Lernen unterstützen kann

Der erste Kontakt mit der Sprache kommt in der Regel zu Hause zustande und wird auch im familiären Kreis geübt, zum Beispiel durch das Spielen mit älteren Geschwistern. Der Unterricht an den Schulen sollte deswegen ebenfalls beim natürlichen Spieltrieb der Kinder ansetzen. Bevor Lehrer ihren Schülern also zu schwere Aufgaben stellen, muss der Lernstoff zunächst von der Theorie in die Praxis übertragen werden, um die Verarbeitung der Informationen zu erleichtern. Mit etwas Hilfe seitens eines Erwachsenen können sie den Weg von der Praxis in die Theorie irgendwann auch alleine finden. Durch die Angebote spielerischen Lernens, welches Kindern mehr Freude bereitet, lernen sie nachhaltig und können so später auch komplexere Themen begreifen. Je älter die Kinder werden, desto selbständiger können sie ein Thema bearbeiten und erfahren zunächst durch kleine Erfolgserlebnisse eine steigende Motivation.

Um das zu erreichen ist ein kreativer Blick seitens der Erziehungsberechtigten und auch bei den Lehrern gefragt. Nur wenn diese eine Vielzahl von Spielarten und Spielformen in den Unterricht einbauen, können Spiele zur Förderung bestimmter Leistungsbereiche gezielt eingesetzt werden.

Spielerisches Lernen lässt sich in all seinen Phasen gut in den Unterricht einbauen. Das beginnt bereits mit dem ersten „kennen lernen“ der neuen Mitschüler in der 1. Klasse, der Einstimmung auf den (ersten) Schultag, bzw. länger werdenden Unterrichtseinheiten. Der spielerische Aspekt sollte jedoch auch in der Erarbeitungsphase beibehalten werden, da dies zur Festigung des Lerneffekts beiträgt und eine Zusammenfassung des Unterrichtsstoffes erleichtert.

Schulen haben oft zu wenig Zeit um spielerisch lernen zu können

Nicht jede Schule oder jeder Lehrer nutzt diesen Spieltrieb ausreichend genug und natürlich fällt es bei einer größeren Klasse auch immer schwer, sich um die Belange jedes einzelnen Kindes individuell kümmern zu können. An dieser Stelle ist entweder eine Hausaufgabenhilfe durch die Eltern gefragt oder aber ein qualifizierter Nachhilfelehrer. Die von tutoria.de vermittelten Nachhilfelehrer kommen direkt zum Nachhilfeschüler nach Hause, was gut ist um den Schüler besser im Blick zu haben und auf diese Weise eine individuelle Betreuung gewährleisten zu können. Es kann zum Beispiel mit spielerischer Lern- und Bildungssoftware gearbeitet werden, um den Umgang mit modernen Medien zu üben. Im digitalen Zeitalter sind die meisten Kinder den Umgang mit PCs, Laptops oder Tablets bereits gewohnt. Das „normale“ Spielen am PC, welches manche Kinder in ihrer Freizeit betreiben, kann so als Aufhänger für die Lernsoftware etwa zum Rechnen genommen werden. Dadurch wechseln sich Spielen und Lernen nicht ab, sondern sind eng miteinander verbunden. Ein kluger Nachhilfelehrer weiß, dass Spiele aus entwicklungspsychologischer Sicht besonders wertvoll sind. Deswegen sollte er seinen Nachhilfeschülern ausreichend Angebote machen, die das Lernen zum Spiel werden lassen, was dem Kind in der Schule und in seiner Freizeit zu mehr Selbstvertrauen verhilft.

Stoßen Kinder innerhalb der Klasse auf Hindernisse, die sie alleine nicht überwinden können, verkrampfen sie sich, aus Angst zu scheitern. Beim Spielen sind Kinder meistens sehr viel entspannter und genau so entspannt sollten sie zu Hause an den Lernstoff herangeführt werden, damit sich der der Preis für den Nachhilfeunterricht nachhaltig auszahlt.

Spiele die das Lern- & Sozialverhalten von Kindern trainieren

„Ball über Bord"

„Ball über Bord“ wird mit mindestens vier Kindern gespielt und fördert so insbesondere die Gruppenkooperation. Sie benötigen lediglich ein großes Tuch (z. B. ein Leintuch) und einen Ball. Als Vorbereitung schneiden Sie in der Mitte des Tuches ein Loch. Die vier Mitspieler verteilen sich nun an den Ecken des Tuches. Zusätzliche Spieler können sich auch leicht dazwischen positionieren.

Beim Spiel geht es nun darum, den Ball auf dem gespannten Tuch zu balancieren, ohne dass dieser an den Rändern oder im Loch verloren geht. Das Spiel kann als Einzelgruppe oder in zwei Teams gegeneinander gespielt werden. Den Schwierigkeitsgrad können Sie ganz einfach durch das Entfernen von Mitspielern oder einen kleineren Ball verändern. Wer dem Spiel noch einen zusätzlichen Anreiz geben möchte, kann die Zeit stoppen und versuchen das Spiel ohne Worte durchzuführen. Viel Spaß

„Gefühlsspiegel“

Das Spiel „Gefühlsspiegel“ eignet sich besonders gut dafür, eigene und fremde Gefühle wahrzunehmen und richtig zu interpretieren. Idealerweise finden sich wieder mindestens vier Spieler zusammen. Gespielt wird gegeneinander in zwei Teams. Zwei Spieler aus verschiedenen Teams sitzen sich gegenüber. Jeweils der Rest des Teams steht im Rücken des Gegenspielers.
Ein Spieler denkt sich ein Gefühl (z.B. Freude, Trauer, Wut, Angst) aus und versucht dieses so gut wie möglich seinem Gegenüber vorzumachen. Der „Spiegel“ muss das Gefühl zunächst richtig interpretieren und bestmöglich nachahmen, damit sein Team den richtigen Gefühlsausdruck erraten kann. Für jeden richtigen Ausdruck gibt es einen Punkt. Zur Verdeutlichung der Gefühle können auch Handbewegungen gemacht werden. Sofern sich die Kinder bei der Wahl des Gefühls schwer tun, können Sie als Erwachsener auch ein Gefühl vorgeben. Die Herausforderung kann es sein, wenn zum Beispiel der lustige Clown eine traurige Gefühlsregung darstellen muss. Viel Spaß beim Ausprobieren und Amüsieren!

Damit die genannten Spiele auch sinnvoll ausgeführt werden, ist es von Vorteil, wenn Sie als Erwachsener die Spiele koordinieren. Wichtig ist, dass die Regeln zu Beginn klar besprochen, verstanden und auch eingehalten werden. Nur so hat das Spiel Struktur und kann auch mit den Lieblings-Leckereien belohnt werden.

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