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Alltagssprache und Hochsprache

Ein wichtiges Thema in der 6. Klasse in Deutsch ist die Alltagssprache und Hochsprache. Genau hierzu liefert der Artikel Erklärungen und Beispiele.

1. Eigenschaften von Sprache

Sprache wandelt sich stetig und unterliegt vielen verschiedenen Einflüssen.

Jeder Mensch hat seine eigene Sprache, die beeinflusst wird von den Menschen und dem Dialekt seiner Umgebung und natürlich von seinem eigenen Einfallsreichtum. In der Regel können sich Personen aus einem Sprachraum wie dem Deutschen miteinander verständigen, auch wenn Begriffe in verschiedenen Regionen doch recht unterschiedlich sein können.

Beispiel:

  • In München sagt man Semmel, in Berlin sagt man Schrippe

Weißt Du, welche Dialekte man in Deutschland spricht? Ordne zu!

In Berlin spricht man …

anhaltinisch

In München spricht man …

bayrisch

In Hannover spricht man …

kölsch

In Leipzig spricht man …

norddeutsch/plattdeutsch

In Bremen spricht man …

berlinerisch

In Koblenz spricht man …

thüringisch

In Köln spricht man …

sächsisch

In Dessau spricht man …

pfälzisch

In Gera spricht man …

hochdeutsch

2. Standardsprache

In Standardsprache werden grammatikalisch korrekte Sätze gebildet.

  • „Ich gehe Bett“ ist kein wohlgeformter Satz, denn es fehlt eine Präposition.
  • „Ich gehe ins Bett“ wäre korrekt.
  • „Das kleidet dir gut“ ist ein nicht- korrekter Satz, denn das Verb „kleiden“ verlangt hier ein Akkusativ- Objekt als Ergänzung und kein Dativ- Objekt.
  • „Das kleidet dich gut“ wäre also korrekt.

Trotzdem wird ein solcher Sprachgebrauch in bestimmten Gruppen durchgesetzt. Wir bezeichnen das als abweichend von der Standardsprache.

Es gibt grammatische und lexikalische Regeln für den Gebrauch der Standardsprache.

Beachte: Wenn wir im Alltag kommunizieren, sollten wir möglichst darauf achten, neutralsprachliche Wörter zu gebrauchen, um Bewertungen zu vermeiden.

Beispiel:

  • So würden wir wohl eher jemanden bitten:

„Nehmen sie bitte ihren Hund an die Leine!“ als

„Packen sie mal ihren Köter an den Strick!“

Du siehst hier, dass „Hund“ das standardisierte Wort, also das neutrale Wort ist, „Köter“ das negativ bewertete.

Wenn jemand nicht auf die Wahl neutraler Wörter achtet, so zeigt er dem Gesprächspartner seine Einstellung: hier seine negative Einstellung gegenüber Hunden.

Tipp: In Bewerbungsgesprächen beispielsweise solltest du auf negative oder umgangssprachliche Wörter unbedingt verzichten.

Finde neutrale Begriffe!

Gaul

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Pulle

_____________________________

Griffel

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Blechschüssel

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Hungerhaken

_____________________________

Latschen

_____________________________

Flossen

_____________________________

Riechkolben

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3. Lösungen zu den Übungen

Zu 1

In Berlin spricht man berlinerisch.
In München spricht man bayrisch.
In Hannover spricht man hochdeutsch.
In Leipzig spricht man sächsisch.
In Bremen spricht man norddeutsch/plattdeutsch.
In Koblenz spricht man pfälzisch.
In Köln spricht man kölsch.
In Dessau spricht man anhaltinisch.
In Gera spricht man thüringisch.

Zu 2

Pferd
Flasche
Finger
Auto
dünne Person
Schuhe
Füße
Nase

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