Schüleraustausch

Welcher Jugendliche träumt nicht von der großen weiten Welt? Eintauchen in ein neues Land, interessante Menschen kennenlernen und spannende Erlebnisse - schon Oscar Wilde wusste: „Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen unseren Vorurteilen auf.“

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Ein Schüleraustausch bietet Jugendlichen die Gelegenheit, eine Zeit lang im Ausland zu leben und dort die Schule zu besuchen. Die ursprüngliche Idee des Schüleraustauschs basiert auf Gegenseitigkeit: Schüler einer deutschen Schulklasse leben in Gastfamilien und besuchen dort eine Partnerschule. Einige Zeit später erfolgt der Gegenbesuch in Deutschland. Diese Art des Austauschs wird häufig von Schulen selbst organisiert.

Die Dauer eines Schüleraustauschs kann von zwei Wochen, einem Ferienaufenthalt bis hin zum kompletten Schuljahr variieren. Aktuell gibt es viele Angebote, die einen individuellen Auslandsaufenthalt des Schülers ohne direkten Gegenbesuch ermöglichen.

Prinzipiell kann ein Schüleraustausch in jedem Land stattfinden, in dem es eine Partnerschule oder Partnerorganisation gibt. Beliebte und nachgefragte Länder sind USA, Neuseeland, England oder auch Frankreich.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Schüleraustausch?

Ein Schüleraustausch oder Auslandsaufenthalt ist in der Regel im Alter zwischen 15 und 18 Jahren möglich. Im achtjährigen Gymnasium empfiehlt sich ein Austauschjahr während der 10. Klasse, so kann der Schüler nach seiner Rückkehr direkt in die Oberstufe einsteigen. Im neunjährigen Gymnasium ist die 11. Klasse ein beliebter Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt. Für Haupt- und Realschüler ist ein Schüleraustausch eher nach dem Schulabschluss empfehlenswert.

Welche Vorteile hat ein Schüleraustausch?

Ein Schüleraustausch hat viele Vorteile. Da ist zunächst einmal die Verbesserung der Sprachkompetenz. Wer eine Zeit lang (fast) ausschließlich in einer Fremdsprache kommuniziert, entwickelt eine lebendige Sprachkompetenz in einer Weise, die im Fremdsprachenunterricht zu Hause nicht erreichbar ist. Nicht weniger wichtig ist das intensive Eintauchen in eine andere Kultur und Lebensweise. Die Ausbildung interkultureller Kompetenzen ist in unserer global vernetzten Welt nicht nur beruflich ein großer Vorteil.

Und schließlich: Wer sich als Jugendlicher ohne Familie und Freunde in einer fremden Umgebung, Sprache und Kultur zurechtfindet, entwickelt zwangsläufig Selbständigkeit und weitere wichtige Kompetenzen wie Anpassungsfähigkeit, Eigenverantwortung und Organisationstalent.

Positive Effekte zeigen sich hinsichtlich des Selbstbilds der Austauschschüler. In einer Studie fanden Wissenschaftler der Universität Münster positive und dauerhafte Veränderungen im Selbstbild bei Austauschschülern im Vergleich zu daheimgebliebenen Schülern. Jugendliche, deren Selbsteinschätzung vor der Reise weniger positiv war, profitierten ganz besonders vom Auslandsaufenthalt mit einem Anstieg des Selbstbewusstseins. Voraussetzung dafür ist ein enges soziales Netzwerk und gute Freunde während des Auslandsaufenthalts.

Welche Träger gibt es für den Schüleraustausch?

Es gibt zahlreiche Programme und Organisationen für einen Auslandsaufenthalt. Viele Schulen organisieren einen direkten Schüleraustausch mit einer Partnerschule. Zudem bieten auch staatliche oder gemeinnützige Träger Auslandsprogramme an. Das VOLTAIRE-Programm des deutsch-französischen Jugendwerks beispielsweise ermöglicht einen Schüleraustausch mit Frankreich. Über das Parlamentarische Patenschaftsprogramm des Deutschen Bundestags können Schüler oder junge Berufstätige ein Jahr in den USA verbringen. Der gemeinnützige Verein „Youth for Understanding“ organisiert seit 50 Jahren Jugendaustauschprogramme.

Daneben gibt es eine große Anzahl kommerzieller Dienstleister, die Auslandsaufenthalte für Schüler in aller Welt organisieren und betreuen.

Was muss ich beachten für den Schüleraustausch?

Die Organisation eines Schüleraustauschs ist mit Aufwand verbunden und braucht einigen zeitlichen Vorlauf. Ratsam ist, bereits 9 bis 12 Monate vor dem gewünschten Auslandsaufenthalt mit der Planung zu beginnen. tutoria hat für Sie eine Checkliste der wichtigsten Punkte zusammengestellt:

Persönliche Eignung

Für einen längeren Auslandsaufenthalt muss der Schüler eine entsprechende Eignung mitbringen. Grundlegende Sprachkenntnisse werden von den meisten Anbietern ebenso vorausgesetzt wie ein Alter zwischen 15 und 18 Jahren und gute Gesundheit. Entscheidend ist, dass der Schüler motiviert ist und den Auslandsaufenthalt selbst möchte. Offenheit für Neues, Interesse für das Gastland, Verantwortungsbewusstsein sowie die Fähigkeit zur Anpassung und auch zum Verzicht sind wichtige Eigenschaften, die der Bewerber mitbringen sollte. In vielen Programmen gibt es detaillierte Verhaltensregeln und Richtlinien, auf die sich der Bewerber einlassen können muss.

Auswahl des Anbieters

Überzeugen Sie sich von der Seriosität, der Erfahrung und dem Betreuungsangebot des Anbieters. Informieren Sie sich, mit welchen und wie vielen Partnerorganisationen im Ausland der Anbieter zusammenarbeitet. Eingehende Informationen sollten Sie auch über das Leistungsspektrum, die Platzierungszusagen, Rücktrittsmodalitäten und natürlich über die Kosten - beinhaltete ebenso wie nicht eingeschlossene Kosten - einholen.

Vorbereitung des Schülers und Betreuung im Ausland

Empfehlenswert sind Anbieter, die intensive, möglichst mehrtägige Vorbereitungsseminare für die teilnehmenden Jugendlichen anbieten, idealerweise auch zusätzlich im Gastland selbst. Regelmäßige Informationen über den Schüler an die Eltern während des Aufenthalts sollten ebenfalls Bestandteil des Programms sein. Sehr wichtig sind die Prozesse, Ansprechpartner, Erreichbarkeit und Kommunikationswege bei Problemen, z.B. wenn sich der Schüler in der Gastfamilie nicht wohlfühlt oder ähnliches. In der Regel gibt es einen Repräsentanten bzw. Betreuer vor Ort, der Ansprechpartner bei Problemen ist.

Bewerbungsverfahren, Fristen und notwendige Dokumente

Informieren Sie sich rechtzeitig über das Bewerbungsverfahren, die benötigten Dokumente, Nachweise und Referenzen. Viele Anbieter erwarten ein Motivationsschreiben des Bewerbers, Referenzen, z.B. von Lehrern, Fotos, Zeugniskopien, einen Nachweis der Sprachkenntnisse und ähnliches.

Beurlaubung und Anerkennung von Schulleistungen

Nicht zu vergessen ist die Beurlaubung von der aktuellen Schule rechtzeitig zu beantragen und sich über die Modalitäten bei der Rückkehr beraten zu lassen, inklusive Anerkennung der im Ausland erworbenen Schulleistungen. Dazu wendet man sich am besten an die Schulleitung.

Einreisebestimmungen, Visa, notwendige Impfungen und Versicherungen

In der Regel informiert Sie der Anbieter über notwendige Voraussetzungen für die Einreise ins Gastland, wie etwa Visa, Impfungen o.ä.

tutoria wünscht viel Erfolg bei der Vorbereitung und tolle Erlebnisse während der Reise!

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